Berentzen: Von der EBIT-Prognose bleibt nur rund die Hälfte
Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat im ersten Halbjahr 2026 nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse von 71,0 Millionen Euro erzielt, nach 79,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Deutlich schwächer fiel auch das Ergebnis aus: Das Konzern-EBIT sank auf 0,6 Millionen Euro, nach 3,2 Millionen Euro, das Konzern-EBITDA ging auf 4,9 Millionen Euro zurück, nach 7,4 Millionen Euro. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Die bereits im ersten Quartal sichtbaren Entwicklungen unsere wesentlichen Kennzahlen haben sich leider auch in den letzten drei Monaten fortgesetzt. Im Wesentlichen ist dies nach wie vor auf die anhaltenden Markt- und Konsumschwächen in Deutschland zurückzuführen. Bis zu einem gewissen Grad haben wir das bereits bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2026 reflektiert, die Dynamik der Marktentwicklungen ist aber deutlich ausgeprägter als erwartet”, sagt Oliver Schwegmann, CEO der Berentzen-Gruppe, am Freitag.
Vor diesem Hintergrund senkt die Berentzen-Gruppe ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Beim Konzern-EBIT rechnet das Unternehmen nun mit 3,5 bis 5,0 Millionen Euro, nach zuvor 7,0 bis 9,0 Millionen Euro und 8,5 Millionen Euro im Jahr 2025. Das Konzern-EBITDA sieht die Berentzen-Gruppe jetzt zwischen 12,4 und 13,9 Millionen Euro, statt bislang 16,1 bis 18,1 Millionen Euro, nach 17,1 Millionen Euro im Vorjahr.
Auch beim Umsatz nimmt die Berentzen-Gruppe die Prognose zurück und erwartet für 2026 Konzernumsatzerlöse zwischen 151,0 und 156,0 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 163,0 bis 173,0 Millionen Euro genannt, 2025 waren es 162,9 Millionen Euro. Die endgültigen Halbjahreszahlen und weitere Angaben zur Jahresprognose will die Berentzen-Gruppe am 13. August 2026 mit dem Konzern-Halbjahresfinanzbericht vorlegen.
Man habe „zahlreiche Gegensteuerungsmaßnahmen gestartet. Ihre ganze Kraft entfalten die neuen Initiativen dann ab dem kommenden Geschäftsjahr”, so Schwegmann. So habe man unter anderem die Marke Puschkin vollständig überarbeitet und die Marke Juma neu gestartet - diese sei „bislang sehr erfolgreich”, heißt es. „Kontraproduktiv könnten sich in dem aktuellen Marktumfeld für unsere gesamte Branche aber geplante Regularien wie die Zuckerabgabe oder die Erhöhung der Alkoholsteuer niederschlagen”, so Schwegmann.

