Wirecard Aktie jetzt weit über 6 Euro - wilde Insolvenz-Zockereien gehen weiter
Nach dem Absturz der Wirecard Aktie an die Ein-Euro-Marke ist der DAX-Wert nun wieder weit über 6 Euro angekommen. Wilde Insolvenz-Spekulationen prägen das Bild und ziehen neue Zocker an, die einsteigen und auf das große Geld hoffen. Zwei Nachrichten treiben die Spekulanten heute in Wirecards Aktien: Zum einen darf die britische Tochtergesellschaft Wirecard Card Solutions mit ihrem Card-Payment-Angebot „boon.” wieder operativ tätig werden, was zwischenzeitlich aufgrund der Insolvenz durch die britische Finanzmarktaufsicht untersagt war - zigtausende Kunden konnten daraufhin nicht mehr auf ihre Guthaben auf „boon.” zugreifen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Zum anderen gibt es Nachrichten aus den USA: Wirecards US-Tochter Wirecard North America hat sich quasi selbst zum Verkauf gestellt und will raus aus dem Verbund des Aschheimer Konzerns, der sich nun unter vorläufiger Insolvenzverwaltung befindet. Die Gesellschaft sieht sich als selbsttragende, von der Konzernzentrale unabhängige Einheit und lässt eine Investmentbank nun nach einem Käufer für sich suchen. Die Süddeutschen hatten erst 2016 den Sprung über den Atlantik auf den US-Markt vollzogen Basis war die Übernahme einer Prepaid-Kreditkartenfirma aus der Bad Bank des US-Bankkonzerns Citigroup.
Dass sich die Insolvenz-Zocker auf solche News stürzen, ist von anderen Fällen größerer und kleinerer Art bekannt und fast schon traurige Regelmäßigkeit. Man geht immense Risiken ein, am Ende einer Insolvenz steht für die Anteilseigner von Aktiengesellschaften regelmäßig der Totalverlust. Auf aktueller Kurs-Basis hat Wirecard mehr als 820 Millionen Euro Börsenwert - aberwitzig hoch für ein Unternehmen, das sich selbst als überschuldet und zahlungsunfähig ansieht.


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