Rheinmetall Aktie: mwb kappt die Erwartungen für das dritte Quartal
Bei Rheinmetall wird mwb research vor den Quartalszahlen vorsichtiger. Nach dem Pre-Close fehlt den Analysten ausreichend Sichtbarkeit, um an ihren bisherigen Erwartungen festzuhalten. Die Schätzung für den Umsatz im dritten Quartal sinkt daher deutlich von 3,9 Milliarden auf 3,4 Milliarden Euro, beim EBIT geht mwb nun von 650 Millionen statt zuvor 740 Millionen Euro aus. An der grundsätzlich starken Wachstumsperspektive für den Rüstungskonzern ändert die vorsichtigere Q3-Einschätzung zunächst nichts. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Daneben hat sich mwb mit den Aktiengeschäften des Rheinmetall-Vorstands beschäftigt. Vorstandschef Armin Papperger liegt mit seinen Käufen deutlich über den Vorgaben des konzerninternen Aktienbesitzprogramms, das für ihn Aktien im Wert von rund 3,3 Millionen Euro beziehungsweise 200 Prozent seines jährlichen Grundgehalts vorsieht. Für mwb ist insbesondere das über die Mindestanforderung hinausgehende Engagement ein positives Signal. Bei den drei neueren Vorstandsmitgliedern fällt das Bild dagegen weniger eindeutig aus: Der COO hat bislang rund 61 Prozent seiner Vorgabe über Käufe erreicht, während von CFO und Personalvorstand noch keine entsprechenden Käufe am Markt gemeldet wurden. Zeit zur Erfüllung der Vorgaben besteht allerdings bis Ende 2028.
Die Aussagekraft dieser Unterschiede ist zudem begrenzt. Aktien aus dem Long-Term-Incentive-Programm werden auf die Besitzvorgaben angerechnet, seit der Tranche 2024 erfolgt die Hälfte der Auszahlung in Rheinmetall-Aktien. Deshalb lässt sich aus fehlenden gemeldeten Käufen nicht automatisch ableiten, dass einzelne Vorstandsmitglieder bei ihren Vorgaben deutlich zurückliegen. Zusätzliche Käufe nach der jüngsten Kursschwäche würden aus Sicht von mwb dennoch ein positives Vertrauenssignal liefern.
Für die kommenden Jahre bleibt das Researchhaus bei einer erwarteten kräftigen Expansion, die sich in den Rheinmetall-Zahlen widerspiegeln soll. Der Umsatz soll von 13,81 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 18,78 Milliarden Euro 2027 und 22,63 Milliarden Euro 2028 steigen. Gleichzeitig erwartet mwb beim Gewinn je Aktie einen Sprung von 33,52 in diesem Jahr auf 46,50 und schließlich 57,11 Euro in den kommenden beiden Jahren. Auch die Ausschüttungen sollen deutlich zulegen: Die Dividendenschätzungen liegen bei 13,41 Euro für 2026, 23,25 Euro für 2027 und 28,55 Euro für 2028.
Trotz dieser Wachstumsprognosen bleibt mwb für den DAX-Titel bei „Hold“ und einem Kursziel von 1.050 Euro. Beim aktuellen Kurs der Rheinmetall Aktie von 942,80 Euro, der am Mittwoch um 1,07 Prozent nachgibt, beträgt das rechnerische Aufwärtspotenzial damit nur gut 11 Prozent. Die niedrigeren Q3-Erwartungen und die derzeit eingeschränkte Visibilität reichen dem Researchhaus somit nicht für eine positivere Einschätzung der Rheinmetall Aktie.



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