Rheinmetall Aktie: „Insiderkäufe” und neuer Vorstoß ins All
Bei Rheinmetall folgt wenige Tage nach dem Aktienkauf von Konzernchef Armin Papperger der nächste Insiderkauf. Die Sara Georgi Stiftung erwarb am 2. Oktober 2026 über Xetra Rheinmetall Aktien im Gesamtwert von 238.706,60 Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 954,8264 Euro. Die Stiftung steht in enger Beziehung zum Rheinmetall-Aufsichtsrat Andreas Georgi. Aus Kaufpreis und Gesamtvolumen ergibt sich ein Erwerb von 250 Aktien.
Erst am 29. September hatte Rheinmetall-Chef Armin Papperger selbst knapp eine halbe Million Euro in Aktien des Düsseldorfer Rüstungskonzerns investiert. Papperger kaufte über Xetra in zwei Transaktionen: Für 231.885,40 Euro wurden Aktien zu 950,35 Euro erworben, weitere 267.062,40 Euro investierte er zu 950,40 Euro. Insgesamt summierte sich der Kauf damit auf 498.947,80 Euro beziehungsweise 525 Rheinmetall Aktien. Der aggregierte Kaufpreis lag bei 950,3768 Euro je Aktie.
Auffällig ist damit die zeitliche Nähe der beiden Directors Dealings und auch das nahezu identische Kursniveau. Zusammen wurden bei den beiden jüngsten gemeldeten Käufen Rheinmetall Aktien für rund 737.654 Euro erworben. Papperger zahlte im Schnitt gut 950 Euro je Aktie, bei der Sara Georgi Stiftung waren es knapp 955 Euro.
Satellit zur Überwachung ins All gebracht
Unterdessen meldet Rheinmetall einen weiteren Schritt seiner Weltraumaktivitäten. Gemeinsam mit dem italienischen Raumfahrtunternehmen Argotec hat der Konzern am 1. Oktober den ersten im Rahmen der neuen strategischen Partnerschaft entwickelten Satelliten ins All gebracht. Der Start erfolgte mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Schwerpunkt des Programms ist der Aufbau einer satellitengestützten Fähigkeit zur Luftraumüberwachung und militärischen Lageerfassung. Die gewonnenen Lage- und Bilddaten sollen mithilfe von KI verarbeitet und in bestehende Verteidigungs- und Luftverteidigungssysteme integriert werden.
Das mittel- bis langfristig angelegte Programm verfolgt einen modularen Ansatz. Der jetzt gestartete Satellit soll zunächst dazu dienen, die operative Funktionalität im Orbit zu validieren und die Grundlage für nachfolgende Finanzierungsphasen zu schaffen. Anschließend soll die weltraumgestützte Komponente schrittweise zu einer größeren Satellitenkonstellation ausgebaut werden. Laut Rheinmetall ist ein weiterer Satellitenstart für 2028 in der Programm-Roadmap vorgesehen.
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