BASF prüft Evonik-Übernahme – Großaktionär RAG-Stiftung ebenfalls angesprochen
BASF erwägt eine Übernahme von Evonik. Der Essener Spezialchemiekonzern bestätigt eine unverbindliche Ansprache durch BASF, die auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Evonik-Aktien gerichtet ist. Konkrete Gespräche zwischen den beiden Unternehmen finden nach Angaben von Evonik derzeit nicht statt. Weitere Angaben zu einem möglichen Angebot, insbesondere zu einem denkbaren Übernahmepreis oder zum weiteren Zeitplan, wurden nicht gemacht.
Auch die RAG-Stiftung als mit Abstand größter Evonik-Aktionär wurde von BASF wegen eines möglichen freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots angesprochen. Die Stiftung hält derzeit rund 43,8 Prozent der Evonik-Aktien und wäre damit für eine mögliche Transaktion von zentraler Bedeutung. Zusätzlich hat die RAG-Stiftung drei Schuldverschreibungen ausstehen, die mit einem Umtauschrecht in Evonik-Aktien ausgestattet sind. Wie sie sich zu einem möglichen Angebot positioniert, ließ die RAG-Stiftung zunächst offen und kündigte eine weitere Erklärung nur für den Fall an, dass sie diese für erforderlich hält.
Damit befindet sich die mögliche Übernahme noch in einem sehr frühen Stadium: Bestätigt ist bislang lediglich die unverbindliche Kontaktaufnahme von BASF mit Evonik und der RAG-Stiftung. Ein öffentliches Übernahmeangebot liegt noch nicht vor.
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