Mercedes-Benz: Reaktion auf die neue Prognose
Im zweiten Quartal sinkt die Marge bei Mercedes-Benz bereinigt auf 4,0 Prozent. Der Konsens lag jedoch bei 3,5 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt der Autobauer eine Marge von 3,0 Prozent bis 5,0 Prozent an. Die Nachfrage in China bleibt schwach, gleichzeitig existiert weiter ein Kostendruck. In den Bereichen Vans und Mobility läuft es hingegen deutlich besser.
Mit den Zahlen nimmt der Konzern seine Prognose für 2026 zurück. Bisher rechnete man damit, dass Umsatz und PKW-Absatz auf Vorjahresniveau liegen würden. Jetzt ist klar, dass sie dieses leicht unterschreiten werden. Somit ist mit einem Minus von 2,0 Prozent bis 7,5 Prozent zu rechnen.
Die Analysten der DZ Bank bleiben dennoch bei der Kaufempfehlung für die Aktien von Mercedes-Benz. Das Kursziel wird von 60,00 Euro auf 55,00 Euro reduziert.
Erwartet wird von den Analysten für 2026 ein Gewinn je Aktie von 5,23 Euro (alt: 5,60 Euro). 2027 sollen es 6,43 Euro (alt: 6,72 Euro) sein. Die Prognose für 2028 sinkt von 7,79 Euro auf 7,46 Euro.
Der Markt unterschätzt aus Sicht der Analysten derzeit den starken Bereich Vans sowie die Financial Services. Auch muss die Kapitalrückführung an die Aktionäre berücksichtigt werden. Ein Risiko sehen die Experten in einer möglichen Verschärfung des Preiskampfes.
Das KGV 2027e steht bei 7,3. Andere Autobauer sind günstiger bewertet. BMW liegt bei 5,6, Stellantis kommt auf 4,3.
Die Aktien von Mercedes-Benz gewinnen 0,9 Prozent auf 47,27 Euro. In den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie 19 Prozent nachgegeben.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.

