SMA Solar: Zoll-Rückerstattung katapultiert Zahlen über die Erwartungen
Die SMA Solar Technology AG hat vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei die Analystenschätzungen deutlich übertroffen. Das EBITDA stieg auf 64,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von 15,5 Millionen Euro angefallen war. Erwartet hatten die Analysten zum 16. Juli 2026 lediglich 44 Millionen Euro. Auch beim EBIT übertraf SMA mit 51,5 Millionen Euro die Schätzung von 32 Millionen Euro klar, im Vorjahresquartal hatte hier ein Verlust von 30,4 Millionen Euro gestanden. Der Umsatz ging dagegen auf 345,7 Millionen Euro zurück, nach zuvor 357,1 Millionen Euro. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Getragen wurde der operative Ergebnissprung bei SMA Solar von zwei Sondereffekten. Zum einen erstattete die US-Seite die als rechtswidrig eingestuften IEEPA-Zölle früher als erwartet und nahezu vollständig bereits im zweiten Quartal. Betroffen war davon vor allem die Division Large Scale & Project Solutions, deren EBIT bei 44,6 Millionen Euro liegen dürfte, nach 63,2 Millionen Euro im Vorjahr, bei einem Umsatz von 262,1 Millionen Euro nach zuvor 293,8 Millionen Euro.
Zum anderen löste SMA Wertberichtigungen auf Vorräte auf, für die sich im Zuge einer gezielten Verkaufsaktion entgegen den Erwartungen Abnehmer auf dem Zweitmarkt fanden. Daraus resultierte in der Division Home & Business Solutions ein positiver Ergebniseffekt von 21,7 Millionen Euro, das EBIT der Sparte kletterte auf 0,5 Millionen Euro, nach minus 83,2 Millionen Euro. Der Umsatz legte hier dank höherer Nachfrage auf 83,3 Millionen Euro zu, nach 67,9 Millionen Euro.
Rechnet man die Einmaleffekte heraus, kommt SMA im Konzern auf einen Umsatz von 368,0 Millionen Euro, ein EBITDA von 40,9 Millionen Euro und ein EBIT von 27,7 Millionen Euro.
Vor diesem Hintergrund hebt SMA die Jahresprognose an. Beim Umsatz rechnet der Vorstand nun mit 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro, nachdem bislang das obere Drittel einer Spanne von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro angepeilt war. Das Konzern-EBITDA sieht SMA jetzt zwischen 180 und 230 Millionen Euro, statt zuvor im oberen Drittel von 50 bis 180 Millionen Euro. Begründet wird die Anhebung mit einem verbesserten Marktumfeld, einer weiterhin positiven operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr sowie günstigeren Wechselkursen als ursprünglich unterstellt.

