CEWE holt sich die Sofortfoto-Sparte von Kodak Alaris
CEWE übernimmt von Kodak Alaris den Geschäftsbereich Kodak Moments Retail Photo Solutions und steigt damit weltweit ins Sofortfoto-Geschäft ein. Verkäufer ist ein Portfoliounternehmen der Beteiligungsgesellschaft Kingswood Capital Management, abgewickelt wird der Kauf als Carve-out. Den Unternehmenswert beziffert CEWE auf rund 88 Millionen Euro. Wie viel davon tatsächlich fließt, hängt von Nettoverschuldung und Nettoumlaufvermögen zum Vollzugstag ab. Auf Basis der Zahlen vom 31. März 2026 kommt CEWE beispielhaft auf eine Zahlung von etwa 72 Millionen Euro. Das Closing steht unter dem Vorbehalt behördlicher und kartellrechtlicher Genehmigungen und wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Mit der Übernahme des weltweiten Sofortfoto-Geschäfts von Kodak Alaris erweitern wir unser Kerngeschäft Fotofinishing und bauen unsere internationale Präsenz im Handel deutlich aus. Sofortfoto ist für CEWE bereits heute ein wertvolles, kundennahes Geschäftsfeld mit hoher Sichtbarkeit am Point of Sale. Die Übernahme bringt Internationalität, Handelsnähe sowie operative Exzellenz und Effizienz zweier Marken unter ein Dach”, sagt Thomas Mehls, Vorstandsvorsitzender der CEWE Stiftung & Co. KGaA. Man wolle weiter gezielt in den globalen Ausbau des Sofortfoto-Geschäfts investieren und könne „hier in den nächsten Jahren profitables Wachstum erzielen”, so der Manager am Donnerstag.
Der übernommene Bereich beschäftigt rund 500 Mitarbeiter in 54 Ländern und kommt derzeit auf einen Jahresumsatz von etwa 200 Millionen Euro. Dazu gehören rund 37.000 online angebundene Fotostationen in 16.000 Ladengeschäften von Einzelhandelsketten, womit CEWE seine Präsenz im stationären Handel ausbaut. Teil des Pakets ist zudem der Produktionsstandort im US-amerikanischen Windsor im Bundesstaat Colorado, an dem die für das Sofortfoto-Geschäft nötigen Verbrauchsmedien gefertigt werden. Damit erhöht CEWE die eigene Wertschöpfungstiefe und verspricht sich Vorteile bei Lieferfähigkeit, Kosten und Steuerung.
Finanziell rechnet CEWE für das laufende Jahr zunächst mit Transaktions- und Pre-Closing-Kosten im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich. Die operative Planung für 2026 bleibt davon nach Unternehmensangaben unberührt. Ab dem ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Vollzug, voraussichtlich 2027, erwartet der Vorstand für das zugekaufte Geschäft eine mittlere einstellige EBIT-Marge. In den Folgejahren soll der Ergebnisbeitrag über die Realisierung der operativen Synergien weiter steigen.

