Drägerwerk verdreifacht das EBIT und hebt Prognose an
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist auf Basis vorläufiger Zahlen mit deutlichem Wachstum aus dem ersten Halbjahr 2026 gegangen. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 7,7 Prozent und nominal um 6,2 Prozent auf rund 1,603 Milliarden Euro, nach 1,510 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Zu diesem Zuwachs trugen beide Segmente des Unternehmens aus Lübeck bei. Die Medizintechnik legte währungsbereinigt um 7,6 Prozent auf rund 898 Millionen Euro zu, die Sicherheitstechnik wuchs nach einem Rückgang im Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 7,8 Prozent auf rund 706 Millionen Euro. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Deutlich kräftiger fiel die prozentuale Ergebnisverbesserung aus. Das EBIT von Dräger stieg auf rund 64 Millionen Euro, nach 20,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor, und hat sich damit mehr als verdreifacht. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 1,3 auf rund 4,0 Prozent. Als wesentliche Gründe nennt Dräger das kräftige Umsatzwachstum sowie eine höhere Bruttomarge von rund 46,5 Prozent, nach 44,8 Prozent im Vorjahr. Die Funktionskosten wuchsen mit 3,6 Prozent auf rund 681 Millionen Euro langsamer als der Umsatz. Zusätzlich enthielt das EBIT einen Einmaleffekt von 7,8 Millionen Euro aus zurückerstatteten Zollzahlungen.
Beim Auftragseingang fiel das Bild uneinheitlich aus. Konzernweit legte er währungsbereinigt um 1,8 Prozent auf rund 1,747 Milliarden Euro zu. Während die Sicherheitstechnik währungsbereinigt deutlich um 9,5 Prozent auf rund 791 Millionen Euro wuchs, ging der Auftragseingang in der Medizintechnik währungsbereinigt um 3,7 Prozent auf rund 956 Millionen Euro zurück. Als wesentlichen Grund nennt Dräger einen hohen Vorjahreswert, der auf einem mexikanischen Großauftrag für Krankenhausinfrastruktur aus dem zweiten Quartal 2025 beruhte. Bereinigt um diesen Auftrag wäre der Auftragseingang in der Medizintechnik im ersten Halbjahr nach Angaben des Unternehmens ungefähr stabil geblieben.
Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung hebt Dräger den Ausblick für die Ertragskraft an. Beim währungsbereinigten Umsatz erwartet das Unternehmen für 2026 weiterhin ein Wachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent. Die Spanne für die EBIT-Marge hebt Dräger am unteren Ende an und rechnet nun mit 5,5 bis 7,5 Prozent, nach zuvor 5,0 bis 7,5 Prozent. Begründet wird das mit der starken operativen Entwicklung und den erhaltenen Zollrückzahlungen.

