Commerzbank: Scharfe Töne gegen UniCredit
Im Übernahmekampf mit der Unicredit verschärft die Commerzbank den Ton: Die von der italienischen Großbank am 2. Juni veröffentlichten Annahmequoten zu ihrem Übernahmeangebot seien ohne ergänzende Erläuterung irreführend und erweckten den Verdacht, die eigene Position künstlich aufzublähen, kritisiert der DAX-Konzern. Konkret bemängelt die Commerzbank, dass in der öffentlichen Diskussion direkt gehaltene Aktien, angediente Papiere und Derivatepositionen zu einer Gesamtquote von teils über 50 Prozent vermengt würden – obwohl die UniCredit tatsächlich nur rund 27 Prozent der Aktien direkt halte und die übrigen Kategorien weder gleichwertige Stimmrechte noch Kontrolle bedeuteten. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Besonders an den jüngst gemeldeten 7,58 Prozent angedienter Aktien entzündet sich die Kritik: Nach Erkenntnissen der Commerzbank stammt davon praktisch nichts von unabhängigen Investoren – institutionelle Annahmen konnten gar nicht identifiziert werden, Privatanleger steuerten lediglich rund 0,05 Prozent bei. Der Großteil komme von Banken, teils bekannten Derivate-Gegenparteien der UniCredit wie Nomura. Auffällig sei zudem, dass überhaupt angedient werde, obwohl der Börsenkurs durchgängig über dem impliziten Angebotswert liege.
Die Commerzbank hat die BaFin um eine Prüfung des Sachverhalts gebeten und rät Investoren, vorerst keine Schlüsse über die tatsächliche Unterstützung des Angebots zu ziehen.
Die Commerzbank Aktie notiert bei 36,31 Euro mit 0,03 Prozent im Plus.



