Greiffenberg beruft außerordentliche Hauptversammlung ein
Bei Greiffenberger sorgt eine außerordentliche Abschreibung für Probleme. Diese erfolgt auf den Beteiligungswertansatz der operativen Tochter J.N. Eberle. Durch den daraus resultierenden Verlust unterschreitet das Eigenkapital die Hälfte des Grundkapitals. Dies muss den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung angezeigt werden. Wann diese stattfinden wird, ist noch unklar.
Probleme gibt es auch mit dem Konzernabschluss 2025. Dieser sollte laut Gesetz bis zum 30. April publiziert werden. Das erscheint aktuell nicht möglich. Der Abschluss soll vielmehr im Juli publiziert werden. Die ordentliche Hauptversammlung muss daher auf Ende August verschoben werden.
Grund für die Verschiebung sind die Sorgen der Abschlussprüfer. Diese sehen sich nicht in der Lage zu beurteilen, ob die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) gerechtfertigt ist. Der Vorstand glaubt jedoch, dass dies der Fall ist. Eine Steuerschuld soll gestundet werden, ein Mietvertrag in Augsburg soll verlängert werden. Der Wirtschaftsprüfer verlangt hingegen weitere Unterlagen, die aber noch nicht zur Verfügung stehen. Daher gibt es noch keinen Abschluss für das abgeschlossene Geschäftsjahr.
Der Vorstand glaubt, die notwendigen Nachweise zeitnah erbringen zu können, so dass der Jahresabschluss im Juni testiert werden kann.
Die Aktien von Greiffenberger (WKN: 589730, ISIN: DE0005897300, Chart, News) gewinnen 9,2 Prozent auf 0,48 Euro. In den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie 57 Prozent nachgegeben.
