AstraZeneca: Hat der BioNTech-Konkurrent ein Problem?

Falls ein Zulassungsantrag erst nach einer neuen Studie gestellt wird, würde AstraZeneca gegenüber Pfizer/BioNTech und Moderna weiter an Boden verlieren. Bild und Copyright: Andrii Vodolazhskyi / shutterstock.com.

Falls ein Zulassungsantrag erst nach einer neuen Studie gestellt wird, würde AstraZeneca gegenüber Pfizer/BioNTech und Moderna weiter an Boden verlieren. Bild und Copyright: Andrii Vodolazhskyi / shutterstock.com.

26.11.2020 19:06 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter auf Twitter 

Aktuelle Äußerungen von Pascal Soriot, dem Chef von AstraZeneca, sorgen am Markt für Verwirrung. Gegenüber Bloomberg sagt Soriot, dass man vermutlich eine weitere globale Studie starten wird, um die Wirksamkeit der Covid-19-Impfung zu überprüfen. Je nach Dosierung lag die Wirksamkeit des Impfstoffs in der vorherigen Studie bei 90 Prozent bzw. 60 Prozent. Das sorgte für einige Rückfragen von Experten. Diese Unklarheit könnte mit der neuen Studie ausgeräumt werden.

Nicht ausgeräumt wird dabei jedoch die Frage, ob man mit einem Zulassungsantrag für die Impfung warten will, bis das Ergebnis der neuen Studie vorliegt. Dazu wird nichts gesagt. Die neue Studie könnte jedoch zeitlich rascher durchgeführt werden, da man nicht so viele Patienten darin einschließen muss. Die Wirksamkeit der Impfung ist nachgewiesen, jetzt steht die Dosierung im Vordergrund.

Falls ein Zulassungsantrag erst nach einer neuen Studie gestellt wird, würde AstraZeneca gegenüber Pfizer/BioNTech und Moderna weiter an Boden verlieren. Die Konkurrenten hoffen auf einen baldigen Marktstart ihrer Impfungen. Bei Pfizer könnte es rund um den 11. Dezember losgehen, so Berichte aus den vergangenen Tagen. Dann könnte die FDA der Notfallzulassung zustimmen.

Daten zum Wertpapier: AstraZeneca
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Ticker-Symbol: AZN
WKN: 886455
ISIN: GB0009895292

Lesen Sie mehr zum Thema AstraZeneca im Bericht vom 24.11.2020

AstraZeneca: Im Nachteil gegenüber BioNTech und Moderna

Nach BioNTech/Pfizer und Moderna hat nun auch AstraZeneca zusammen mit der Universität von Oxford Daten zu ihrem Impfstoffkandidaten gegen Corona publiziert. Je nach Verabreichung liegt der Wirksamkeitsgrad bei 90 Prozent bzw. bei 62 Prozent. Falls der Impfstoff zugelassen wird, sollen 2021 3 Milliarden Dosen hergestellt werden. Der Markt war mit den Ergebnissen nicht sonderlich glücklich. Die durchschnittliche Wirksamkeitsrate von 70 Prozent hat enttäuscht, das Papier verlor in der Folge 4 Prozent. Die anderen Kandidaten, die bereits im Zulassungsverfahren sind, kommen auf Raten von um die 95 Prozent. Daher dürfte es für AstraZeneca schwieriger sein, sich am Markt zu behaupten. Noch ist aber kein Wirkstoff zugelassen, entsprechend ändern die Experten von Independent Research ihre Prognosen nicht. Sie bestätigen die Halteempfehlung für die Papiere von AstraZeneca. Das Kursziel sinkt von 8.600,00 GBp auf 8.500,00 GBp. Die Analysten rechnen 2020 mit einem ... diese News weiterlesen!

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