Gold gefangen im Abwärtstrend - Stabilitas-Kolumne

Bild und Copyright: Ksander / shutterstock.com.

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04.12.2018 10:14 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Mit wenigen Ausnahmen tendierte der Rohstoffsektor im November abwärts. Gold kommt nach wie vor nicht von der Stelle und notierte am Monatsende bei 1.218 US-Dollar pro Feinunze, was einem Minus von 1,3 Prozent entspricht. Silber verlor mit 3,8 Prozent etwas mehr und rangierte zwischenzeitlich unter 14 USD. Am Ende schloss das Edelmetall bei 14,18 USD. „Es bleibt dabei, dass bei Gold kein Aufwärtstrend zu erkennen ist. Weder von der Silberpreisentwicklung noch von den Minenaktien gehen entsprechende Signale aus. Da die Inflationsraten angesichts des aktuellen Ölpreisverfallsnicht weiter zulegen dürften, ist auch von dieser Seite vorläufig kein positiver Impuls für Gold zu erwarten“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. „Sollte sich die globale Wirtschaft in Richtung Rezession entwickeln, könnte Gold allerdings im Gegensatz zu Aktienanlagen wieder zu einer interessanten Anlagealternative werden.“

Palladium auf neuem Allzeithoch


Platin und Palladium entwickelten sich gegensätzlich. Platin verlor 7,0 Prozent und beendete den Monat bei 800 US-Dollar pro Feinunze. Palladium erreichte hingegen 1.185 USD, was nur minimal unter einem erneuten Allzeithoch liegt. Auf Monatssicht entspricht das +8,1 Prozent. „Das Palladiumhoch wird vor allem durch die Nachfrage nach Benzinautos im Zuge der Dieselkrise getrieben. Der aktuell niedrige Ölpreis deutet allerdings auf eine schwächelnde Weltkonjunktur hin. Damit geht weniger Konsum einher, was folglich auch die Palladiumnachfrage dämpfen dürfte. Insofern ist bei aller Euphorie zumindest mittelfristig Vorsicht geboten“, sagt Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften verpassten im vergangenen Monat einen Befreiungsschlag. „Wie auch die Edelmetalle bleiben die Minensektoraktien in einer Baisse gefangen“, sagt Siegel.

Nickel weiter im Bärenmarkt


Die Basismetalle entwickelten sich unterschiedlich. Kupfer (+2,0 Prozent), Zink (+2,3 Prozent) und Blei (+2,0 Prozent) legten leicht zu. Nickel (-4,9 Prozent) und Aluminium (-0,4 Prozent) verloren hingegen. „Beide Metalle mussten seit ihren Jahreshochs im Sommer bzw. Frühjahr deutliche Rückschläge hinnehmen. Nickel verlor seitdem rund 30 Prozent an Wert, Aluminium etwa 23 Prozent“, sagt Siegel.

Brent-Öl erlebte erneut einen sehr schwachen Monat. Innerhalb von nur zwei Monaten gab der Ölpreis rund 31 Prozent nach und sank von einem Mehrjahreshoch auf ein Jahrestief. Mit einem Schlusskurs von 50,93 US-Dollar pro Barrel nähert sich das schwarze Gold immer mehr der psychologisch wichtigen Marke von 50 USD. Erst im Oktober war Öl noch auf ein Jahreshoch geklettert. „Ein so drastischer Einbruch deutet auf eine schwächelnde Konjunkturentwicklung hin. Die globale Nachfrage nach Öl tendiert offenbar nach unten“, sagt Siegel abschließend.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne von Stabilitas. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Gold: Noch keine Entscheidung gefallen - UBS Kolumne

Rückblick: Anleger beim Goldpreis brauchen nach dem Abebben des übergeordneten Abwärtstrends Mitte August gute Nerven und Geduld. Zwar war der Kurs des Edelmetalls in einer ersten Kaufwelle über den Widerstand bei 1.204 USD und nach dem Bruch einer mittelfristigen Abwärtstrendlinie Ende Oktober bereits zeitweise über den markanten Widerstand bei 1.236 USD gestiegen. Doch die Chance auf weitere Erholungsbewegungen wurden mit dem Rückfall unter die Marke zunächst vergeben. Ende Oktober kam es zu einer Korrektur, die ihrerseits an der Unterstützung bei 1.204 USD gestoppt wurde und nahtlos in einen weiteren Anstieg überging. Aktuell versucht der Goldpreis über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie auszubrechen.

Ausblick: Bislang befindet sich Gold weiter in einer mittelfristigen Erholungsphase. Entscheidend für den weiteren Verlauf ist vor allem, ob es den Käufern gelingt, die Hürde bei 1.236 USD aus dem Weg zu räumen.

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