Finexity begibt Anleihe – Kapitalerhöhung wird geprüft
Finexity will mit einer neuen Anleihe bis zu 4,5 Millionen Euro einsammeln. Die Schuldverschreibung 2026/2030 läuft bis zum 27. November 2030 und bietet eine variable Verzinsung von 6 Prozentpunkten über dem 6-Monats-Euribor, mindestens jedoch 7 Prozent jährlich. Auf Basis des Euribor-Satzes vom 2. November 2026 hätte sich ein Zinssatz von rund 9 Prozent ergeben. Die tatsächliche Verzinsung für die erste Zinsperiode wird am 25. November festgelegt. Anschließend erfolgt die Anpassung halbjährlich. Die Anleihe ist unbesichert und nicht nachrangig.
Finexity bietet die Schuldverschreibung in zwei wirtschaftlich identischen Varianten an: als klassisches Depotwertpapier und als Kryptowertpapier, das über ein elektronisches Register geführt und in einer Wallet verwahrt wird. Das öffentliche Angebot läuft seit dem 6. November 2026 und endet planmäßig am 5. November 2027. Die Mindestzeichnung beträgt 1.000 Euro. Zinszahlungen erfolgen halbjährlich, erstmals am 27. Mai 2027. Ab November 2027 kann Finexity die Anleihe vorzeitig zurückzahlen, zunächst zu 103 Prozent des Nennbetrags. In den Folgejahren sinkt der Rückzahlungskurs auf 101,5 beziehungsweise 100 Prozent.
Den Emissionserlös will Finexity vor allem für den Ausbau der eigenen Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere und die Integration übernommener Emissionen und Plattformen verwenden. Emission, Zeichnung und Vertrieb werden über die Infrastruktur der Unternehmensgruppe abgewickelt. Parallel zur Fremdkapitalaufnahme prüft der Vorstand eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts, um die Eigenkapitalbasis zu stärken. Eine Entscheidung über deren Durchführung oder Umfang wurde bislang nicht mitgeteilt.
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