ABO Energy setzt Anleihezinsen aus – Gläubigern drohen Sanierungsbeiträg
ABO Energy wird die am 9. November 2026 zahlbare Zinszahlung von rund 3,125 Millionen Euro für seine nachrangige Anleihe 2024/2029 nicht leisten. Die Anleihe hat ein ausstehendes Volumen von 80 Millionen Euro und wird mit jährlich 7,75 Prozent verzinst. Das Unternehmen begründet die Aussetzung der Zahlung mit laufenden Restrukturierungsverhandlungen. Nach den Anleihebedingungen berechtigt die Nichtzahlung von Zinsen die Gläubiger ausdrücklich nicht zur Kündigung der Anleihe.
ABO Energy verhandelt auf Grundlage eines Sanierungsgutachtens nach IDW S6 mit seinen wesentlichen Finanzierungsgläubigern über ein umfassendes Restrukturierungskonzept. Dieses soll auch erhebliche Sanierungsbeiträge der Anleihegläubiger, weiterer Fremdkapitalgeber und Aktionäre umfassen. Mit dem Verzicht auf die fällige Zinszahlung will das Unternehmen verhindern, dass die laufenden Gespräche gefährdet werden.
Nach Angaben von ABO Energy sind das operative Geschäft sowie Kunden, Lieferanten und Beschäftigte von der Zinsaussetzung nicht betroffen. Über den weiteren Verlauf der Verhandlungen will die Gesellschaft informieren.
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