Moderna: Zurück in der Gewinnzone – Prognose erhöht
Moderna hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz um 29 Prozent von 1,02 auf 1,31 Milliarden Dollar gesteigert und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem Nettoverlust von 200 Millionen Dollar im Vorjahresquartal erzielte der Biotechnologie-Konzern aus den USA, wichtigster Konkurrent von BioNTech, einen Überschuss von 162 Millionen Dollar. Das verwässerte Ergebnis je Moderna Aktie verbesserte sich von minus 0,51 auf plus 0,38 Dollar. Das operative Ergebnis erreichte 130 Millionen Dollar nach einem Verlust von 260 Millionen Dollar im Vorjahr. Wesentlicher Wachstumstreiber waren höhere internationale Verkäufe von Corona-Impfstoffen. Gleichzeitig sanken die Forschungs- und Entwicklungskosten um 27 Prozent auf 583 Millionen Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 hebt Moderna die Umsatzprognose deutlich an. Statt eines Wachstums von maximal 10 Prozent erwartet das Unternehmen nun einen Anstieg um 15 bis 25 Prozent. Zugleich reduziert der Konzern die geplanten Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 2,9 auf rund 2,7 Milliarden Dollar. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sollen unverändert bei etwa einer Milliarde Dollar liegen. Für die Herstellungskosten einschließlich einer bereits angekündigten Vergleichszahlung von 900 Millionen Dollar werden rund 1,7 Milliarden Dollar veranschlagt.
In den ersten neun Monaten 2026 erhöhte Moderna den Umsatz von 1,27 auf 1,85 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust verringerte sich allerdings nur geringfügig von 2,00 auf 1,96 Milliarden Dollar. Der operative Mittelabfluss lag mit 2,72 Milliarden Dollar leicht unter dem Vorjahreswert von 2,80 Milliarden Dollar. Ende September verfügte Moderna über liquide Mittel und Finanzanlagen von insgesamt 8,0 Milliarden Dollar. Für das Jahresende erwartet der Konzern nun 8,1 bis 8,3 Milliarden Dollar statt bisher 4,7 bis 5,2 Milliarden Dollar. Die deutliche Anhebung berücksichtigt auch die im September abgeschlossene Wandelanleihefinanzierung mit einem Nettoerlös von rund 2,6 Milliarden Dollar.
