Rheinmetall: CEO Papperger kauft nach Kurssturz Aktien für 500.000 Euro
Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat den gestrigen Kurssturz der Rheinmetall Aktie für einen größeren Aktienkauf genutzt. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung zu Eigengeschäften von Führungskräften hervorgeht, erwarb Papperger am 5. November 2026 über Xetra Aktien des Düsseldorfer Rüstungskonzerns im Gesamtwert von 502.484,40 Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 858,9477 Euro je Aktie. Insgesamt entspricht dies 585 Anteilsscheinen.
Der Aktienkauf erfolgte am Tag eines massiven Kurseinbruchs. Nach der am Mittwochabend veröffentlichten Gewinnwarnung verlor die Rheinmetall Aktie am Donnerstag zeitweise 18,5 Prozent und fiel bis auf knapp 819 Euro. Rheinmetall hatte die Umsatzprognose für 2026 von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro auf rund 13,2 Milliarden Euro gesenkt. Die erwartete operative Marge wurde von rund 19 auf 18,5 Prozent reduziert. Hintergrund sind Verzögerungen bei einem Boxer-Radpanzerprojekt der Bundeswehr und bei der Abnahme von Artilleriemunition.
Der Aktienkauf des Vorstandschefs folgt damit unmittelbar auf die erneute Enttäuschung der Anleger. Für Rheinmetall ist es bereits die zweite Senkung der Umsatzprognose innerhalb weniger Monate. Die wiederholten Korrekturen haben zuletzt auch bei Analysten Zweifel an der Verlässlichkeit der Unternehmensziele verstärkt.
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