Bastei Lübbe senkt Prognose trotz verbesserter Quartalsmarge
Bastei Lübbe hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/2027 angesichts der schwachen Entwicklung am deutschen Buchmarkt gesenkt. Der Kölner Verlag erwartet nun einen Konzernumsatz zwischen 114 und 118 Millionen Euro statt der bisher angepeilten 118 bis 122 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose wurde von 10 bis 12 Millionen Euro auf 9 bis 11 Millionen Euro reduziert. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Bastei Lübbe 118,4 Millionen Euro umgesetzt und ein EBIT von 9,3 Millionen Euro erzielt. Als Gründe für die vorsichtigeren Erwartungen nennt das Unternehmen die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher und fehlende Wachstumsimpulse aus dem Buchhandel. Trotz der gesenkten Ergebnisprognose rechnet der Vorstand mit einer steigenden EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2026/2027, das Ende September abgeschlossen wurde, erzielte Bastei Lübbe einen Konzernumsatz von 55,2 Millionen Euro und blieb damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Das EBIT erreichte 3,7 Millionen Euro, entsprechend einer Marge von 6,6 Prozent. Im zweiten Geschäftsquartal verbesserte sich die EBIT-Marge gegenüber dem Auftaktquartal von 4,4 auf 8,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich fiel die Ergebnisentwicklung allerdings schwächer aus: Das Ergebnis vor Steuern sank von 5,8 auf 3,6 Millionen Euro, der Konzernüberschuss von 3,9 auf 2,4 Millionen Euro. Das Ergebnis je Bastei Lübbe Aktie verringerte sich von 0,30 auf 0,18 Euro. Während der Materialaufwand von 29,9 auf 29,1 Millionen Euro zurückging, stiegen die Personalkosten von 11,2 auf 11,9 Millionen Euro.
Im umsatzstärksten Segment Buch gingen die Erlöse von 53,4 auf 51,6 Millionen Euro zurück. Das Segment-EBIT sank von 5,4 auf 3,2 Millionen Euro. Belastend wirkte insbesondere das Fehlen vergleichbarer Bestseller wie im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft mit Romanheften verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von 3,6 auf 3,5 Millionen Euro und ein EBIT von 0,4 Millionen Euro nach zuvor 0,5 Millionen Euro.
Der Anteil der Community-getriebenen Geschäftsmodelle am Konzernumsatz lag bei 27 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr, der Digitalanteil sank von 34 auf 32 Prozent. Bastei Lübbe setzt weiterhin auf seine Marktposition im Bereich Young und New Adult und will mit dem neuen Verlagsimprint LIV ab Frühjahr 2027 zusätzliche Zielgruppen erschließen. Zugleich sollen weitere Kostenanpassungen die Profitabilität verbessern.
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