Fielmann beschleunigt Wachstum – US-Marge unter Druck
Die Fielmann-Gruppe hat ihr Umsatzwachstum im dritten Quartal 2026 auf 5,1 Prozent beschleunigt und Erlöse von 649 Millionen Euro erzielt, nach 618 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Währungsbereinigt betrug das Plus 4,9 Prozent. In Deutschland stieg der Umsatz um 4,2 Prozent und damit deutlich stärker als im ersten Halbjahr. Die internationalen Märkte legten um 5,9 Prozent zu. In den ersten neun Monaten erhöhte sich der Konzernumsatz insgesamt um 2,9 Prozent von 1,84 Milliarden Euro auf 1,90 Milliarden Euro. Das Wachstum wurde unter anderem durch höhere Absatzmengen in bestehenden Niederlassungen, das Hörakustikgeschäft und neue Standorte getragen.
Die bereinigte EBITDA-Marge ging im Neunmonatszeitraum leicht von 23,7 auf 23,4 Prozent zurück. Während sie im europäischen Geschäft mit 24,9 Prozent stabil blieb, sank sie in den USA von 13,9 auf 10,9 Prozent. Fielmann begründet dies mit Investitionen in zusätzliche ärztliche Kapazitäten und der Umstellung des Geschäftsmodells. Der US-Umsatz stieg im dritten Quartal lediglich um 1,4 Prozent auf 78 Millionen Dollar. Zwar nahmen die Zahl kaufender Kunden und der Absatz zu, die stärkere Nachfrage nach günstigeren Produkten drückte jedoch den durchschnittlichen Auftragswert. In Spanien wuchs der Quartalsumsatz um 6,6 Prozent, in Österreich um 2,6 Prozent und in der Schweiz währungsbereinigt um 6,0 Prozent.
Die Expansion des Niederlassungsnetzes setzt Fielmann fort. In den ersten neun Monaten eröffnete der Konzern 56 neue Standorte, davon 19 im dritten Quartal und rund 80 Prozent außerhalb Deutschlands. Ende September betrieb Fielmann weltweit 1.318 Niederlassungen nach 1.257 ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr sind weiterhin rund 70 Neueröffnungen geplant.
Die bereits im August aktualisierte Jahresprognose bestätigt der Vorstand: Der Umsatz soll 2026 zwischen 2,50 und 2,55 Milliarden Euro erreichen, die bereinigte EBITDA-Marge zwischen 22 und 23 Prozent. Daraus erwartet Fielmann ein bereinigtes EBITDA von 560 bis 580 Millionen Euro. Die bereinigte EBT-Marge soll bei rund 12 Prozent liegen.
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