Leifheit rutscht in die Verlustzone und setzt auf Sparkurs
Leifheit hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatzrückgang um 5,5 Prozent auf 169,1 Millionen Euro verzeichnet und ist operativ in die Verlustzone gerutscht. Das Konzern-EBIT verschlechterte sich von plus 5,4 Millionen Euro auf minus 2,9 Millionen Euro. Darin enthalten sind Sonderbelastungen von 1,9 Millionen Euro aus dem Performanceprogramm FOCUS, ohne die das EBIT bei minus 1,0 Millionen Euro gelegen hätte. Im dritten Quartal erzielte der Haushaltswarenhersteller ein operatives Ergebnis von minus 0,2 Millionen Euro nach plus 3,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich entstand nach neun Monaten ein Verlust von 2,7 Millionen Euro, nachdem Leifheit im Vorjahr noch 3,2 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet hatte.
„Die allgemein schwache Nachfrage im dritten Quartal belastete unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zugleich zeigt die erneut gestiegene Bruttomarge, dass unsere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz wirken. Im vierten Quartal werden wir unsere Strukturen und Prozesse weiter optimieren und Leifheit noch resilienter aufstellen”, so Alexander Reindler, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG, am Donnerstag.
Trotz der schwachen Ergebnisentwicklung verbesserte Leifheit seine Bruttomarge von 43,7 auf 45,5 Prozent. Dazu trugen nach Unternehmensangaben Effizienzmaßnahmen sowie ein günstigerer Produkt- und Kundenmix bei. Im größten Segment Household sank der Umsatz von 150,1 Millionen Euro auf 140,0 Millionen Euro, während Wellbeing einen Rückgang von 8,8 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro verzeichnete. Das Geschäft mit Handelsmarkenprodukten legte dagegen von 20,1 Millionen Euro auf 20,9 Millionen Euro zu. Der Free Cashflow erreichte nach neun Monaten minus 3,8 Millionen Euro gegenüber plus 3,3 Millionen Euro im Vorjahr. Im dritten Quartal verbesserte sich der Mittelzufluss gegenüber Wert nach dem ersten Halbjahr allerdings um 3,5 Millionen Euro.
Die bereits am 21. Oktober gesenkte Jahresprognose bestätigt Leifheit. Für 2026 erwartet der Vorstand weiterhin einen Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein Konzern-EBIT zwischen minus 5 und minus 6 Millionen Euro. Ohne Sonderbelastungen von rund 7 Millionen Euro soll ein positives EBIT von 1 bis 2 Millionen Euro erreicht werden. Der Free Cashflow wird zwischen minus 1 und minus 2 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig beschleunigt Leifheit das Sparprogramm FOCUS, das über seine Laufzeit einmalige Aufwendungen von bis zu 9,6 Millionen Euro verursachen soll. Ab 2027 werden erste Ergebnisverbesserungen erwartet, ab 2028 sollen jährlich wiederkehrende Kosteneinsparungen von mehr als 8 Millionen Euro erzielt werden.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
