Tankrabatt entlastet – Deutsche Inflationsrate geht auf 2,8 Prozent im Oktober zurück - DWS
Im Oktober 2026 sorgte der Tankrabatt in Deutschland für eine temporäre Entlastung der Verbraucher. So verlangsamte sich der Anstieg der Lebenshaltungskosten auf 2,8 Prozent nach 3,3 Prozent im September. Gleichzeitig ging die Kernrate von 2,4 Prozent auf 2,1 Prozent zurück. Eine Verbreiterung des zugrunde liegenden Inflationstrends zeichnet sich damit bisher nicht ab. Dies sollte vor allem für die EZB eine gute Nachricht sein, die den Einlagensatz gestern unverändert bei 2,50 Prozent belassen hat.
Trotz des Tankrabatts sind die Energiepreise mit einem Anstieg von 12,2 Prozent innerhalb eines Jahres nach wie vor hauptverantwortlich für den Inflationsanstieg. Zwar läuft der Tankrabatt noch bis Ende des Jahres, doch höhere Gaspreise werden die Verbraucher in den kommenden Monaten zusätzlich belasten. Eine nachhaltige Entspannung bei den Energiepreisen ist somit noch nicht in Sicht. Auch bei den Nahrungsmittelpreisen rechnen wir nach der Hitzewelle im Sommer mit deutlich höheren Preisen, vor allem für saisonabhängige Lebensmittel. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung der Dienstleistungspreise: Sie verteuerten sich im Oktober nur noch um 2,5 Prozent (September: 2,7 Prozent). Alles in allem dürfte die deutsche Inflationsrate in den kommenden Monaten um die 3-Prozent-Marke schwanken.
Ulrike Kastens, Senior Economist
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DWS. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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