Bayer-Erfolg in den USA: Monsanto gewinnt Glyphosat-Prozess
Bayers US-Tochter Monsanto hat einen weiteren Erfolg in den Rechtsstreitigkeiten um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup erzielt. In einem Verfahren im US-Bundesstaat Missouri entschieden die Geschworenen einstimmig zugunsten des Unternehmens. Es war der erste Glyphosat-Prozess seit einer Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA im Juni 2026. Die drei Kläger hatten Monsanto unter anderem Konstruktionsfehler des Produkts, vorsätzliche Täuschung und Fahrlässigkeit vorgeworfen. Mit diesen Klagegründen konnten sie sich vor Gericht nicht durchsetzen.
Besondere Bedeutung hat das Urteil nach Ansicht von Bayer durch die veränderte Rechtslage nach der Entscheidung des Supreme Court im Fall Durnell. Die obersten US-Richter hatten entschieden, dass bestimmte Klagen wegen angeblich unzureichender Warnhinweise durch das einschlägige Bundesrecht ausgeschlossen werden, wenn die zuständige Umweltbehörde EPA die entsprechende Produktkennzeichnung genehmigt hat. Damit entfiel ein zentraler Ansatzpunkt zahlreicher Glyphosat-Klagen. Im nun entschiedenen Verfahren mussten die Kläger ihre Ansprüche auf andere rechtliche Grundlagen stützen, blieben damit jedoch erfolglos.
Für Bayer ist der Ausgang des Verfahrens ein wichtiger Erfolg bei der juristischen Aufarbeitung der Glyphosat-Risiken. Monsanto sieht in dem Urteil ein Signal, dass auch Klagen auf Grundlage angeblicher Produktfehler, Täuschung oder Fahrlässigkeit hohe rechtliche und tatsächliche Hürden überwinden müssen. Ob sich diese Einschätzung in weiteren Verfahren bestätigt, bleibt abzuwarten. Der Konzern muss sich weiterhin mit anhängigen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen und hält an seiner Position fest, dass glyphosatbasierte Herbizide bei sachgemäßer Anwendung sicher seien.
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