Adidas Aktie: Direktgeschäft läuft, Sportschuhe bleiben das Problem
Die endgültigen Quartalszahlen von Adidas bestätigen das Wachstum im Direktgeschäft mit Endkunden, zeigen aber weiterhin Schwächen bei Lifestyle-Schuhen. Nach den bereits in der vergangenen Woche veröffentlichten Eckdaten liefern die zusätzlichen Angaben vor allem Einblicke in die Entwicklung einzelner Produktkategorien, Vertriebskanäle und Regionen. Die fünf Analystenhäuser Bernstein Research, UBS, JPMorgan, Jefferies und RBC ändern ihre Einstufungen und Kursziele nicht. Bei einem aktuellen XETRA-Kurs von 164,55 Euro reichen die Kursziele für die Adidas Aktie von 160 bis 245 Euro. Der Durchschnitt beträgt 200,40 Euro, was einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von 21,8 Prozent für den DAX-Titel entspricht.
Kursziele der Analysten zur Adidas Aktie
| Analyst | Votum | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|
| Bernstein Research | Outperform | 245,00 Euro | +48,9 % |
| UBS | Neutral | 160,00 Euro | -2,8 % |
| JPMorgan | Overweight | 210,00 Euro | +27,6 % |
| Jefferies | Buy | 187,00 Euro | +13,6 % |
| RBC | Outperform | 200,00 Euro | +21,5 % |
| Durchschnitt (5 Häuser) | 200,40 Euro | +21,8 % |
Bernstein Research sieht die wesentlichen Wachstumstreiber von Adidas weiterhin in der Produktsparte Performance und im Direktvertrieb an Endkunden. Die detaillierten Quartalszahlen bestätigen damit die bereits aus den vorläufigen Eckdaten erkennbare Entwicklung. Schwieriger bleibt dagegen das Geschäft mit Lifestyle-Schuhen, in dem der Sportartikelhersteller weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen hat. Bernstein bestätigt die Einstufung „Outperform“ und das Kursziel von 245 Euro.
UBS bewertet die anhaltende Stärke im Direct-to-Consumer-Geschäft ebenfalls positiv, sieht darin nach den bisherigen Veröffentlichungen allerdings keine Überraschung mehr. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Adidas Aktie dürften nach Einschätzung des Analystenhauses vielmehr das schwache Wachstum bei Sportschuhen und die erwartete Beschleunigung des Europageschäfts sein. UBS bleibt bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 160 Euro, das leicht unter dem aktuellen Börsenkurs liegt.
JPMorgan hebt die zusätzlichen Informationen zur regionalen Entwicklung, zu den Produktkategorien und zum Vertrieb hervor. Sowohl die Zusammensetzung des Geschäfts als auch die Perspektiven für den europäischen Markt beurteilt das Analystenhaus als ermutigend. Die vollständigen Quartalszahlen liefern damit aus Sicht von JPMorgan weitere Argumente für die bisherige positive Einschätzung. Das Votum „Overweight“ und das Kursziel von 210 Euro werden bestätigt.
Jefferies sieht durch den endgültigen Quartalsbericht vor allem das vom Direktkundengeschäft getragene Wachstum bestätigt. Positiv dürfte bei Anlegern zudem ankommen, dass die Lagerbestände langsamer wachsen als der Umsatz. Bei der anstehenden Analystenkonferenz erwartet das Analystenhaus insbesondere Aussagen zu den weiteren Fortschritten bei den Gewinnmargen. Jefferies hält an der Kaufempfehlung und dem Kursziel von 187 Euro fest.
RBC sieht in den endgültigen Zahlen keine größeren Überraschungen gegenüber den bereits veröffentlichten Eckdaten. Die Ergebnisse bestätigten vielmehr, dass sich die starken globalen Geschäftstrends aus dem ersten Halbjahr fortsetzen. Das Analystenhaus bleibt deshalb bei der Einstufung „Outperform“ und einem Kursziel von 200 Euro.
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