Deutsche Rohstoff hebt Prognose erneut an - keine weiteren Almonty Aktien veräußert
Die Deutsche Rohstoff AG erhöht zum zweiten Mal seit August ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Der Mannheimer Öl- und Gaskonzern erwartet nun einen Umsatz zwischen 340 und 360 Millionen Euro statt bisher 300 bis 320 Millionen Euro im Basisszenario. Die EBITDA-Prognose steigt von 380 bis 400 Millionen Euro auf 420 bis 440 Millionen Euro. Grundlage der angehobenen Erwartungen sind die hohen Ölpreise und die starke Förderentwicklung der US-Tochtergesellschaften. Während die bisherige Prognose im erhöhten Szenario einen WTI-Ölpreis von 85 Dollar je Barrel unterstellte, rechnet das Unternehmen für November und Dezember nun mit 95 Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet die Deutsche Rohstoff einen durchschnittlich realisierten WTI-Ölpreis von rund 88 Dollar je Barrel.
Beim erwarteten EBITDA von 430 Millionen Euro in der Mitte der neuen Prognosespanne entfallen rund 270 Millionen Euro auf das laufende Öl- und Gasgeschäft. Weitere 160 Millionen Euro stammen aus dem Verkauf von Anteilen an Almonty Industries bis Mitte Juli 2026. Seitdem hat die Deutsche Rohstoff keine weiteren Almonty Aktien veräußert. Im dritten Quartal erzielte der Konzern nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro bei einem durchschnittlich realisierten WTI-Ölpreis von 87 Dollar je Barrel. Die Nettoproduktion erreichte rund 23.500 Barrel Öläquivalent pro Tag (BOEPD). Für das vierte Quartal werden etwa 26.000 BOEPD erwartet, womit die durchschnittliche Jahresförderung erstmals über 19.000 BOEPD liegen dürfte.
Bohrprogramm wächst auf 330 Millionen Euro
Die höhere Förderung geht insbesondere auf die neuen Bohrungen der US-Tochter 1876 Resources zurück. Deren Produktionsleistung liegt mehrheitlich im Rahmen der bereits im August angehobenen Erwartungen, einzelne Bohrungen übertreffen diese sogar. Ende September waren 23 eigene und neun nicht selbst betriebene Bohrungen neu in Produktion. Zwei weitere eigene Bohrungen folgten bis Mitte Oktober. Fünf bereits abgeteufte Bohrungen sollen im November und die letzten beiden bis Jahresende die Förderung aufnehmen. Insgesamt umfasst das Programm 32 eigene Bohrungen sowie neun Beteiligungen an fremdbetriebenen Bohrungen.
Das Investitionsvolumen für neue Bohrungen veranschlagt die Deutsche Rohstoff inzwischen auf 320 bis 340 Millionen Euro nach zuvor 310 bis 330 Millionen Euro. Hintergrund sind unter anderem höhere Fertigstellungskosten infolge gestiegener Dieselpreise. Zur Absicherung gegen Ölpreisschwankungen verfügt der Konzern über Sicherungsgeschäfte für rund 1,8 Millionen Barrel Öl mit Laufzeiten bis Ende 2028 und einem durchschnittlichen Sicherungspreis von 73 Dollar je Barrel. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit Hedgingverlusten von rund 16 Millionen Dollar, die in der angehobenen Ergebnisprognose bereits berücksichtigt sind.
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