Steyr Motors Aktie: Gewinnmarge steigt - Jahresziele verlangen einen Endspurt
Steyr Motors hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz um 11,2 Prozent auf 12,5 Millionen Euro gesteigert und die bereinigte operative Profitabilität verbessert. Das bereinigte EBIT des österreichischen Unternehmens erhöhte sich von 0,9 Millionen auf 1,4 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 8,1 auf 11,4 Prozent. Die Rohergebnismarge stieg von 43,5 auf 46,6 Prozent. Das unbereinigte EBIT ging dagegen von 0,6 Millionen auf 0,4 Millionen Euro zurück, unter anderem aufgrund von Beratungskosten.
Der Vorstand bestätigt die Jahresprognose mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent und einer EBIT-Marge von 8 bis 12 Prozent. Das vierte Quartal soll den größten Beitrag zur Erreichung dieser Ziele liefern.
In den ersten neun Monaten 2026 stieg der Konzernumsatz von Steyr Motors um 2,7 Prozent auf 35,3 Millionen Euro. Das EBIT verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von plus 4,0 Millionen auf minus 0,7 Millionen Euro. Bereinigt erreichte das Unternehmen ein EBIT von 1,5 Millionen Euro nach 4,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge sank damit von 12,6 auf 4,3 Prozent. Belastend wirkten vor allem zeitliche Verschiebungen bei internationalen Rüstungsprojekten, die bereits im ersten Halbjahr die Geschäftsentwicklung beeinträchtigt hatten.
Steyr Motors setzt auf KNDS-Aufträge und Navy SEALs
Für die erwartete Belebung im Schlussquartal verweist Steyr Motors auf einen Auftragsbestand von mehr als 300 Millionen Euro bis 2030. Im dritten Quartal erfolgten Abrufe aus dem Rahmenvertrag mit KNDS über rund 500 Motor-Generator-Einheiten bis 2034, deren Auslieferungen im September begonnen haben. Hinzu kommen Bestellabrufe aus dem Navy-SEALs-Tender für 500 Boote. Beide Programme sollen zur Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten beitragen. Bereits im September hatte das Unternehmen nach den saisonal schwächeren Sommermonaten eine zunehmende Geschäftsdynamik verzeichnet.
Weitere Wachstumsmöglichkeiten sieht Steyr Motors bei Antrieben für unbemannte maritime Systeme und in der mobilen Energieversorgung. Im Bereich autonomer Wasserfahrzeuge arbeitet das Unternehmen auf einen möglichen Rahmenvertrag hin. Bei seinem neu entwickelten Power Generator M12PU kooperiert Steyr Motors unter anderem mit dem deutschen Drohnenspezialisten Avilus. Die Generatoren sollen dort die bodengebundene Energieversorgung eines unbemannten Luftfahrtsystems übernehmen.
Parallel steht Steyr Motors vor einem möglichen Eigentümerwechsel - wir berichteten: Die Red-Cat-Tochter SMOT Acquisition GmbH beabsichtigt ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zu 39 Euro je Aktie. Eine entsprechende Vereinbarung enthält unter anderem Zusagen zum Standort Steyr und zum Beschäftigtenschutz.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Steyr Motors AG.
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