Lenzing nimmt 301 Millionen Euro ein - Großaktionäre zeichnen neue Aktien
Lenzing hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen und erzielt durch die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien einen Bruttoemissionserlös von rund 301,2 Millionen Euro. Der Bezugspreis lag bei 8,65 Euro je Aktie. Bestehende Aktionäre zeichneten 34.411.626 Aktien und damit 99 Prozent des Angebots. Auf das Syndikat aus B&C Gruppe und Suzano entfielen 18.159.291 neue Aktien beziehungsweise rund 52,25 Prozent des Bezugsangebots. Die Oberbank zeichnete weitere 1.344.177 Aktien. Die nicht bezogenen Aktien wurden von den Konsortialbanken am Markt verkauft. Der Handel mit den neuen Aktien an der Wiener Börse soll vorbehaltlich der Firmenbucheintragung am 23. Oktober beginnen.
„Mit der gestärkten finanziellen Basis werden wir ‚Grow Nonwovens, Reset Textiles‘ konsequent vorantreiben und Lenzing nachhaltig auf profitables Wachstum ausrichten”, sagt Georg Kasperkovitz, CEO der Lenzing Gruppe.
Mit dem Emissionserlös will der österreichische Faserherstellerunter anderem anstehende Finanzverbindlichkeiten bedienen und den Umbau des Konzerns finanzieren. Die Strategie sieht einen Ausbau des Geschäfts mit Vliesstoffen, eine stärkere Konzentration des Textilgeschäfts auf Premiumprodukte sowie die Weiterentwicklung des Zellstoff- und Bioraffineriegeschäfts vor. Mittelfristig strebt Lenzing eine EBITDA-Steigerung um 150 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge zwischen 20 und 25 Prozent an. Gleichzeitig soll die Nettoverschuldung auf weniger als das 2,5-Fache des EBITDA sinken. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2026 gewinnberechtigt.
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