Branicks: Gläubiger stimmen Umschuldung von 595 Millionen Euro zu
Die Branicks Group hat eine wichtige Hürde bei ihrer finanziellen Restrukturierung genommen. Die Gläubiger der ursprünglich 2026 fälligen Unternehmensanleihe über 400 Millionen Euro haben mit 99 Prozent der abgegebenen Stimmen einer Neustrukturierung zugestimmt. Damit erhält auch das Sanierungskonzept des Immobilienkonzerns die erforderliche Unterstützung aus diesem Gläubigerkreis. Die geplante Umschuldung umfasst neben der Anleihe auch Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von 595 Millionen Euro.
Für Verbindlichkeiten über 375 Millionen Euro soll die Fälligkeit auf den 30. September 2030 verschoben werden. Weitere 220 Millionen Euro sollen künftig am 30. September 2038 zurückgezahlt werden. Mit den verlängerten Laufzeiten will Branicks finanziellen Spielraum für die Fortführung des Geschäfts gewinnen. Vollzogen ist die Restrukturierung allerdings noch nicht: In den kommenden Wochen müssen weitere technische Voraussetzungen erfüllt werden. Das Sanierungskonzept soll möglichst bis Ende 2026, spätestens jedoch bis zum 31. März 2027 in Kraft treten.
„Mit der gewonnen Zeit können wir uns jetzt wieder voll auf unser Geschäfts fokussieren und mit unserer Substanz und Expertise die Chancen in einem weiterhin herausfordernden Markt für uns nutzen”, sagt Josef Schultheis, Chief Restructuring Officer der Branicks Group AG.
Daneben beendet Branicks einvernehmlich zwei Beraterverträge mit Gesellschaften, die von Mitgliedern des Aufsichtsrats geführt werden. Betroffen sind die MDC Matthias Danne Consulting GmbH von Matthias Danne und die BLACKLAKE Management Partners GmbH von Johannes Conradi. Beide Gesellschaften haben nach Angaben von Branicks inzwischen entsprechende Dienstleistungsverträge mit einer von den Gläubigern finanzierten Gesellschaft abgeschlossen. Die beiden Manager gehören weiterhin dem Aufsichtsrat von Branicks an.
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