Blue Cap: Gewinnrückgang im ersten Halbjahr – Jahresprognose bestätigt
Blue Cap hat im ersten Halbjahr 2026 bei leicht rückläufigem Umsatz deutlich weniger verdient. Nach vorläufigen Zahlen sank der Konzernumsatz von 64,4 Millionen Euro auf 62,9 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA ging von 2,8 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro zurück, die entsprechende Marge verringerte sich von 4,2 auf 3,5 Prozent. Belastend wirkte unter anderem ein negativer Effekt von rund einer Million Euro aus einer Nachbuchung auf Ebene einer Tochtergesellschaft für das Vorjahr. Ohne diesen Effekt hätte das operative Ergebnis nach Unternehmensangaben über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Zahlen beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche und enthalten noch nicht die im Juni übernommene Janoschka. Zum Halbjahresende lag die Kennzahl einschließlich Leasingverbindlichkeiten weiterhin unter null.
Auch nach dem Ergebnisrückgang hält Blue Cap an der Jahresprognose fest. „Die vorläufigen Finanzkennzahlen zum ersten Halbjahr liegen innerhalb der Erwartungen des Vorstands”, so das Unternehmen am Dienstag. Die Münchener Beteiligungsgesellschaft erwartet für 2026 weiterhin einen Konzernumsatz zwischen 170 und 190 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 7,5 bis 8,5 Prozent. Der Nettoverschuldungsgrad soll unter 3,5 Jahren bleiben.
Der Vorstand verweist auf laufende Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, die sich insbesondere im zweiten Halbjahr positiv auswirken sollen. „Das erste Halbjahr war für unser Portfolio marktseitig herausfordernd. Wir haben uns auf Projekte zur kontinuierlichen Ertragssteigerung konzentriert und werden davon in H2 profitieren”, so Henning Eschweiler, Vorstand der Blue Cap.
Blue Cap: Industrials wächst, verdient aber deutlich weniger
Die Entwicklung der Beteiligungen fiel unterschiedlich aus. Im Segment Industrials stieg der Umsatz von Blue Cap vor Konsolidierungseffekten um 7 Prozent auf 38,1 Millionen Euro, während das bereinigte EBITDA um 48 Prozent auf 1,8 Millionen Euro einbrach. Bei H+E belasteten gestiegene Kunststoffpreise das Ergebnis, Planatol blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Segment Business Services verzeichnete einen Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 24,8 Millionen Euro und ein um 24 Prozent niedrigeres bereinigtes EBITDA von 1,1 Millionen Euro. HY-LINE entwickelte sich leicht schwächer als erwartet, während Transline bei sinkenden Umsätzen stabile Margen erreichte. Die Minderheitsbeteiligung Inheco übertraf dagegen die Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis deutlich.
Die neu erworbene Janoschka steuerte seit dem Closing im Juni auf HGB-Basis einen Umsatz von 7,9 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 0,5 Millionen Euro bei. Die operative Marge erreichte 6,6 Prozent. Nach Angaben von Blue Cap entwickelte sich die Beteiligung im Rahmen der Erwartungen, ihre Konsolidierung ist noch nicht abgeschlossen.
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