All for One: VINCI plant Delisting-Angebot zu 67,50 Euro je Aktie
All for One hat mit einer Tochtergesellschaft von VINCI Energies eine Vereinbarung über den geplanten Börsenrückzug geschlossen. Die Bieterin will den übrigen Aktionären 67,50 Euro je Aktie in bar anbieten, ebenso viel wie beim vorangegangenen Übernahmeangebot. Nach dessen Vollzug hält sie nach eigenen Angaben rund 87,33 Prozent der All for One Aktien, ohne Berücksichtigung eigener Aktien der Gesellschaft. Das neue Delisting-Erwerbsangebot soll keinen Angebotsbedingungen unterliegen und voraussichtlich im Dezember 2026 vollzogen werden.
Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen das Angebot und wollen den Aktionären dessen Annahme empfehlen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage und ihrer gesetzlichen Pflichten. Unter diesen Vorbehalten soll All for One auch den Widerruf der Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse beantragen. Anschließend will die Gesellschaft selbst veranlasste Einbeziehungen in den Freiverkehr anderer Börsen oder in multilaterale Handelssysteme beenden lassen.
Nach Wirksamwerden des Delistings wären die Aktien an keinem regulierten oder vergleichbaren Markt im In- oder Ausland mehr zugelassen. Ob das Delisting-Angebot tatsächlich dazu führt, dass die Aktie nicht mehr handelbar ist, bleibt abzuwarten. Immer wieder kam es nach solchen Deals zu einer Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme des Handels an der Hamburger Börse im Freiverkehr. Ob das auch in diesem Fall so sein wird, ist derzeit offen.
Die Delisting-Vereinbarung ergänzt die Zusammenschlussvereinbarung vom 16. Juli 2026 und enthält auch Regelungen zur Finanzierung von All for One durch die VINCI-Gruppe. Die Bieterin wird die Angebotsunterlage der Bafin zur Prüfung vorlegen und nach deren Gestattung veröffentlichen.
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