ASML Aktie: Analysten-Kursziele bis zu 2.350 Euro
ASML hat mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick auf das Schlussquartal die Erwartungen am Markt übertroffen. Dennoch gehen die Einschätzungen der Analysten zur weiteren Kursentwicklung deutlich auseinander. Während UBS und JPMorgan erhebliches Aufwärtspotenzial sehen, bleibt Jefferies zurückhaltend. Die Kursziele der drei Banken reichen von 1.650 Euro bis 2.350 Euro. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 1.539,20 Euro, der um 0,26 Prozent steigt, entspricht dies einer Spanne von rund 7 bis 53 Prozent Kurspotenzial.
Die UBS sieht sich durch die Geschäftszahlen in ihrer positiven Einschätzung von ASML bestätigt. Das operative Ergebnis des niederländischen Chipindustrie-Ausrüsters lag im dritten Quartal um 5 Prozent über der durchschnittlichen Analystenerwartung. Auch für das vierte Quartal stellt ASML nach Einschätzung der Schweizer Großbank ein höheres EBIT in Aussicht, als der Markt bislang kalkuliert hatte. Die UBS bestätigt deshalb ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.350 Euro. Gegenüber dem aktuellen Börsenkurs ergibt sich daraus ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von knapp 53 Prozent.
Jefferies bewertet die Zahlen von ASML wesentlich zurückhaltender und bestätigt die Einstufung „Hold“ ebenso wie das Kursziel von 1.650 Euro. Die Ergebnisse des dritten Quartals hätten insgesamt kaum Überraschungen geliefert. Auch die angekündigte Ausweitung der Produktionskapazitäten wertet das Analysehaus zwar positiv, sieht darin aber keine neue Entwicklung, die eine höhere Bewertung rechtfertigen würde. Jefferies erwartet vielmehr, dass die Bewertungsmultiplikatoren von ASML und anderen Unternehmen der Halbleiterbranche im weiteren Verlauf des Branchenzyklus zurückgehen. Dies könnte den Spielraum für zusätzliche Kursgewinne begrenzen.
JPMorgan gehört dagegen weiterhin zu den optimistischen Analysten für die ASML Aktie. Die US-Bank bestätigt ihre Einstufung „Overweight“ und das Kursziel von 2.100 Euro, das rund 36 Prozent über der aktuellen Notierung liegt. Ausschlaggebend sind sowohl die über den Konsensschätzungen liegenden Quartalsergebnisse als auch die höheren Erwartungen für das operative Geschäft im Schlussquartal. Damit teilen JPMorgan und UBS die positive Einschätzung der aktuellen Geschäftsentwicklung, während Jefferies vor allem die Bewertung der Aktie als begrenzenden Faktor für weitere Kurssteigerungen betrachtet.
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