Steico hebt Umsatzuntergrenze an und begrenzt Margenausblick
Steico hat nach den Neunmonatszahlen die Jahresprognose für 2026 konkretisiert. Für das kaufende Jahr erwartet der Dämmstoffhersteller nun eine stabile Umsatzentwicklung bis zu einem Wachstum von 4 Prozent, nachdem bislang auch ein Rückgang um bis zu 2 Prozent möglich war. Die neue Spanne entspricht 382,9 bis 398,2 Millionen Euro Umsatz. Zugleich sinkt die Obergrenze der erwarteten EBIT-Marge von 9,5 auf 8,8 Prozent, während die Untergrenze bei 8 Prozent bleibt. Das EBIT soll 30,6 bis 35 Millionen Euro erreichen. Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Konjunkturaussichten nicht weiter eintrüben.
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz Unternehmensangaben zufolge um 3,1 Prozent auf 301 Millionen Euro. Die Gesamtleistung lag bei 300 Millionen Euro. Das EBITDA sank dagegen um 11,1 Prozent auf 47,1 Millionen Euro, das EBIT um 16,8 Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Bezogen auf die Gesamtleistung erreichte die EBIT-Marge 8,3 Prozent. Steico führt die Ergebnisbelastungen auf das witterungsbedingt schwache erste Quartal sowie weiterhin hohe Energie- und Rohstoffkosten zurück.
Im dritten Quartal verbesserten sich Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent von 92,5 auf 100,7 Millionen Euro. Allerdings war das Vergleichsquartal durch Lieferzeiten infolge eines Produktionsstörfalls belastet. Das EBITDA legte um 14,6 Prozent auf 18,1 Millionen Euro zu, das EBIT um 29,7 Prozent auf 10,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrug 9,9 Prozent der Gesamtleistung. Gegenüber dem zweiten Quartal mit 105,4 Millionen Euro fiel der Umsatz niedriger aus, dieses hatte laut Steico Aufholeffekte nach dem schwachen Jahresauftakt enthalten.
Das Marktumfeld bleibt nach Einschätzung des Unternehmens schwierig. Trotz steigender Baugenehmigungen bremsen hohe Energiepreise und die schwache Konjunktur die europäische Bautätigkeit. Der Genehmigungsrückgang von 2023 und 2024 wirkt sich zeitversetzt auf das Bauvolumen aus. Zugleich werden genehmigte Vorhaben wegen hoher Finanzierungs- und Baukosten teilweise zurückgestellt. Den Markt für Holzfaser-Dämmstoffe sieht Steico weiterhin durch Überkapazitäten und Preisdruck belastet.
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