Finexity mit Verlust aber über Plan – Jahresprognose bestätigt
Die Finexity Group hat im ersten Halbjahr 2026 auf kombinierter und vorläufiger Pro-forma-Basis einen Umsatz von 3,59 Millionen Euro erzielt und damit ihre Budgetplanung nach eigenen angaben vom Dienstag um rund 3 Prozent übertroffen. Das EBITDA fiel mit minus 2,21 Millionen Euro ebenfalls rund 3 Prozent besser aus als vorgesehen. Auf die Infrastruktur entfielen 2,96 Millionen Euro beziehungsweise 83 Prozent der Erlöse, während das Kapitalmarktgeschäft 0,62 Millionen Euro beisteuerte. In diesem Segment erwartet Finexity den Großteil der Einnahmen im zweiten Halbjahr, wenn Gebühren aus dem Emittenten- und Asset-Management abgerechnet werden.
Die vorläufigen Zahlen berücksichtigen neben Finexity auch die Effecta GmbH, deren Übernahme zu 90,1 Prozent noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die BaFin im Inhaberkontrollverfahren steht. Finexity selbst erwirtschaftete 0,82 Millionen Euro Umsatz bei einem EBITDA von minus 2,30 Millionen Euro. Effecta steuerte 2,77 Millionen Euro Umsatz und ein positives EBITDA von 0,09 Millionen Euro bei. Die kombinierte Darstellung unterstellt einen Erwerb zum 1. Januar 2026 und bildet damit noch keine tatsächlich abgeschlossene Konzernintegration ab.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Finexity die Prognose eines Umsatzanstiegs um rund 17 Prozent auf 9,6 Millionen Euro und eines EBITDA von minus 3,5 Millionen Euro auf kombinierter Pro-forma-Basis. Um darüber hinausgehende Wachstumsziele finanzieren zu können, prüft das Unternehmen zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital. Konkrete Entscheidungen über Volumen, Finanzierungsform oder Zeitpunkt liegen bislang nicht vor.
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