Schaeffler: 240 Millionen Euro Sonderbelastungen in E-Mobility
Schaeffler hat für die ersten 9 Monate vorläufigen Zahlen zufolge 2026 einen Umsatzrückgang von 17,7 Milliarden auf 17,5 Milliarden Euro gemeldet. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 4,2 auf 4,5 Prozent. Im dritten Quartal blieb der Umsatz mit 5,8 Milliarden Euro stabil, während die operative Marge von 4,5 auf 4,2 Prozent sank. Der Free Cashflow vor M&A-Aktivitäten stieg im Quartal von 175 Millionen auf 260 Millionen Euro. Über 9 Monate fiel er dagegen von 47 Millionen auf minus 40 Millionen Euro.
In der Sparte E-Mobility verbucht Schaeffler einmalige Sonderbelastungen von rund 240 Millionen Euro, davon etwa 220 Millionen Euro im dritten Quartal. Hintergrund sind reduzierte Projektvolumina europäischer Autohersteller, insbesondere in China. Die Abschreibungen und Rückstellungen betreffen vor allem nicht mehr benötigte Produktionsanlagen sowie Anpassungen im Thermomanagementgeschäft. Sie werden aus dem bereinigten EBIT herausgerechnet und sollen die Profitabilität in den kommenden Jahren verbessern. Die bereinigte EBIT-Marge von E-Mobility lag nach 9 Monaten bei minus 14,8 Prozent gegenüber minus 17,8 Prozent im Vorjahr.
Im Geschäft mit humanoider Robotik steigerte Schaeffler den Auftragsbestand auf rund 400 Millionen Euro und gewann im dritten Quartal 2 neue chinesische Kunden. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sowie die Mittelfristziele für 2028 bestätigt der Konzern trotz der Sonderbelastungen. Die endgültigen Zahlen sollen am 3. November veröffentlicht werden.
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