Südzucker steigert EBITDA deutlich – Zuckergeschäft bleibt im Minus
Südzucker hat im ersten Halbjahr 2026/27 trotz nahezu unveränderter Umsätze deutlich mehr verdient. Der Konzernumsatz lag mit 4,19 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 4,20 Milliarden Euro. Das operative EBITDA stieg dagegen von 189 Millionen Euro auf 303 Millionen Euro. Wesentliche Beiträge zur Ergebnisverbesserung kamen aus den Bereichen CropEnergies, Spezialitäten und Stärke. Auch im weiterhin defizitären Zuckergeschäft konnten die Verluste reduziert werden.
„Wir arbeiten in der gesamten Gruppe intensiv daran, unsere Effizienz zu steigern und Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu senken. Dabei sind wir auf einem guten Weg und sehen erste Erfolge”, sagt Südzucker-CEO Niels Pörksen.
Besonders deutlich fiel die Ergebnissteigerung bei CropEnergies aus. Das operative EBITDA erhöhte sich von 4 Millionen Euro auf 68 Millionen Euro, während der Umsatz von 402 Millionen Euro auf 438 Millionen Euro zulegte. Höhere Preise für erneuerbares Ethanol und niedrigere Nettorohstoffkosten wirkten sich positiv aus. Im Segment Spezialitäten stieg das operative EBITDA von 115 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro bei einem Umsatzanstieg von 1,08 auf 1,13 Milliarden Euro. Der Bereich Stärke verbesserte sein operatives EBITDA von 29 Millionen Euro auf 36 Millionen Euro, während der Umsatz auf 456 Millionen Euro zurückging. Im Segment Frucht sank das operative EBITDA dagegen von 87 Millionen Euro auf 83 Millionen Euro.
Zuckergeschäft leidet unter Preisen und Trockenheit
Im Segment Zucker ging der Umsatz von 1,39 Milliarden Euro auf 1,27 Milliarden Euro zurück. Niedrigere Zuckerpreise und geringere Absatzmengen belasteten das Geschäft. Dennoch konnte Südzucker das negative operative EBITDA dank gesunkener Herstellkosten von minus 46 Millionen Euro auf minus 24 Millionen Euro verringern. Für die laufende Rübenkampagne zeichnen sich allerdings neue Belastungen ab. Hitze und ausgeprägte Trockenheit haben laut Südzucker insbesondere in Süddeutschland und Frankreich die Ernteaussichten verschlechtert. Hinzu kommen Pflanzenkrankheiten und Schädlingsschäden. Südzucker erwartet deshalb eine deutlich geringere Zuckerproduktion als im Vorjahr.
Die bereits am 28. September angehobene Jahresprognose bleibt bestehen. Für 2026/27 erwartet Südzucker einen Konzernumsatz zwischen 8,3 und 8,7 Milliarden Euro nach 8,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative EBITDA soll zwischen 540 und 680 Millionen Euro erreichen, verglichen mit 535 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025/26. Die Gesellschaft verweist dabei auf erste Erfolge ihrer Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Gleichzeitig bleiben die Auswirkungen der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung auf den weiteren Geschäftsverlauf schwer abschätzbar.
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