innoscripta lässt Ermittlungen und Clusterix-Kontrollen extern prüfen
innoscripta reagiert auf die Anfang Oktober bekannt gewordenen behördlichen Ermittlungen mit zwei unabhängigen externen Untersuchungen. Der Aufsichtsrat hat die Kanzlei Willkie Farr & Gallagher mit der Aufklärung der zugrunde liegenden Sachverhalte und möglicher Verantwortlichkeiten beauftragt. Parallel soll Flick Gocke Schaumburg die organisatorischen und softwareseitigen Kontrollmechanismen der Plattform Clusterix überprüfen. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht der Beihilfe zur Erlangung ungerechtfertigter steuerlicher Vorteile im Zusammenhang mit Forschungszulagen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Wir wollen die den behördlichen Ermittlungen zugrunde liegenden Sachverhalte unabhängig und sorgfältig aufklären lassen. Zugleich lassen wir die organisatorischen und softwareseitigen Kontrollmechanismen von Clusterix extern überprüfen. Sollten sich aus den Untersuchungen Verbesserungsbedarf oder sonstige Handlungsnotwendigkeiten ergeben, werden wir daraus die erforderlichen Konsequenzen ziehen. Unsere Kunden, unsere Aktionäre und die Behörden haben Anspruch auf eine transparente Aufarbeitung”, sagt sagt Michael Hohenester, CEO der innoscripta SE.
Willkie soll gemeinsam mit einem forensischen Dienstleister zunächst die im Mittelpunkt der behördlichen Ermittlungen stehenden Vorgänge untersuchen. Dazu gehören interne Abläufe, Kommunikation und Verantwortlichkeiten. Auch das Handeln und die Kommunikation von Vorstandsmitgliedern können Gegenstand der Prüfung sein. Der Untersuchungsumfang kann später erweitert werden. Die Kanzlei berichtet unmittelbar an den Aufsichtsrat, während der Vorstand Zugang zu relevanten Unterlagen, Systemen und Mitarbeitern gewähren soll.
Flick Gocke Schaumburg konzentriert sich dagegen auf die Prozesse zur Dokumentation von Forschungszulagen innerhalb von Clusterix. Geprüft werden die Ausgestaltung der organisatorischen Kontrollen, deren technische Umsetzung und die Frage, inwieweit die Systeme eine ordnungsgemäße und nachvollziehbare Dokumentation unterstützen. Die Ergebnisse dieser separaten Untersuchung sollen ebenfalls dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. innoscripta kündigt an, über wesentliche Erkenntnisse zu informieren und bei festgestelltem Handlungsbedarf Konsequenzen zu ziehen.
Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben von innoscripta unverändert weiter. Vorgänge aus dem laufenden Geschäftsjahr 2026 sind nach bisherigem Kenntnisstand des Unternehmens aus Tutzing nicht Gegenstand der behördlichen Ermittlungen. Die Gesellschaft betont ihre weitere Kooperation mit den Behörden. Die angekündigten Produktvorstellungen für Aktionäre sollen ab Kalenderwoche 43 stattfinden. Die Zahlen für das dritte Quartal will innoscripta regulär in der zweiten Novemberhälfte veröffentlichen. Ergebnisse der externen Untersuchungen liegen bislang nicht vor.


