K+S Aktie: Baader senkt die Erwartungen
Baader Europe wird für K+S vorsichtiger und reduziert vor allem wegen der schwächeren Entwicklung der Kalipreise seine Ergebniserwartungen. Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnen die Analysten mit einem niedrigeren Preisniveau als bisher. Belastend wirken hohe Lagerbestände in wichtigen Absatzmärkten, insbesondere in Brasilien, die derzeit auf die Nachfrage drücken. Hinzu kommen voraussichtlich höhere Frachtkosten. Positive Effekte aus einer geringeren russischen Produktion und einem günstigeren Produktmix bei NPK-Düngern können diese Belastungen nach Einschätzung des Researchhauses nicht vollständig auffangen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Für 2027 erwartet Baader zum Jahresauftakt zwar wieder leicht höhere Kalipreise. Größeren Spielraum nach oben sieht das Researchhaus aber vorerst nicht, da zusätzliches Angebot aus Russland auf den Markt kommen könnte. Entsprechend sinkt die Gewinnschätzung für 2026 von 1,21 Euro auf 1,11 Euro je K+S Aktie. Für 2027 fällt die Anpassung mit 1,09 statt zuvor 1,10 Euro dagegen gering aus.
In den aktuellen Prognosen kalkuliert Baader für 2026 mit einem Umsatz von 3,87 Milliarden Euro und einem EBITDA von 696 Millionen Euro. 2027 sollen die Erlöse auf 4,01 Milliarden Euro und das EBITDA auf 727 Millionen Euro steigen. Für 2028 werden 4,02 Milliarden Euro Umsatz und 1,14 Euro Gewinn je Aktie erwartet. Bei der Dividende setzt das Researchhaus für alle drei Prognosejahre lediglich 0,05 Euro je K+S Aktie an.
Die vorsichtigere Einschätzung der Kalipreise lässt Baader bei der K+S Aktie zurückhaltend bleiben. Das Votum lautet „Reduce“, das Kursziel liegt bei 15 Euro. Damit befindet sich das Analystenziel praktisch auf Höhe des aktuellen Xetra-Kurses von 15,15 Euro, bei dem die Aktie am Mittwoch 0,13 Prozent gewinnt.

