Micron Aktie: Analysten sehen weiter kräftiges Potenzial
Bei Micron bleiben die Analysten nach den jüngsten Zahlen und neuen Aussagen des Managements überwiegend zuversichtlich. JPMorgan und RBC sehen für die Aktie mit Kurszielen von 1.540 beziehungsweise 1.500 Dollar noch deutlich Luft nach oben. Goldman Sachs wird ebenfalls optimistischer und hebt das Kursziel auf 1.250 Dollar an, bleibt wegen möglicher Risiken für die Preisentwicklung bei HBM-Speichern aber bei „Neutral“. Die Micron Aktie gab im NASDAQ-Handel am Montag um 1,02 Prozent auf 1.063,96 Dollar nach und notiert am Dienstag in der Vorbörse kurz vor Handelsstart leicht darüber. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
JPMorgan bestätigt nach einer Investorenveranstaltung sowohl das bisherige „Overweight“ als auch das Kursziel von 1.540 Dollar für die US-Techaktie. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die kurzfristige Geschäftsentwicklung als der Blick auf die kommenden beiden Jahre. Das Micron-Management rechnet demnach für die beiden kommenden Jahre mit einem noch deutlich größeren Überhang bei der Nachfrage als 2026. Für JPMorgan bleibt damit die Aussicht auf ein anhaltend knappes Angebot ein wesentliches Argument für die positive Einschätzung der Aktie.
RBC hält ebenfalls an seiner optimistischen Einschätzung fest und bestätigt ein „Outperform“ mit einem Kursziel von 1.500 Dollar für die Micron Aktie. Zahlen und Ausblick der Gesellschaft lagen leicht über den jüngsten Erwartungen des Researchhauses. Vor allem die längerfristigen Liefervereinbarungen sieht RBC im Aktienkurs noch nicht ausreichend berücksichtigt. Daraus könnte sich erhebliches Neubewertungspotenzial ergeben, selbst wenn die Verträge ihre erwartete Wirkung nur teilweise entfalten.
Zurückhaltender bleibt Goldman Sachs. Zwar steigt das Kursziel der Analysten für die Aktien von Micron von 1.100 auf 1.250 Dollar und sowohl die jüngsten Ergebnisse als auch der Ausblick werden positiv beurteilt. Für ein besseres Votum reicht das allerdings noch nicht. Ab 2028 könnten zusätzliche Kapazitäten die bisher starke Preisdynamik bei HBM-Speichern bremsen. Sollte die Branche beim Ausbau des Angebots dauerhaft zurückhaltend bleiben oder sollten neue Verträge die Preise nach unten absichern, könnte sich die Einschätzung von Goldman Sachs verbessern. Bis dahin bleibt es bei „Neutral“.


