Renk erhält 30 Millionen Euro schweren Folgeauftrag von Patria
Renk hat von Patria einen Folgeauftrag über HSWL-076-Getriebe im Wert von 30 Millionen Euro erhalten. Die Komponenten sind für die TRACKX-Fahrzeugfamilie vorgesehen, nachdem Patria Renk bereits Anfang 2026 mit einer ersten Vorserienlieferung beauftragt hatte. Die Auslieferung aus der nun deutlich größeren Bestellung soll 2027 beginnen, meldet das Rüstungsunternehmen aus Augsburg am Dienstag. Ende September hatten Finnland und Schweden die Beschaffung erster TRACKX-Fahrzeuge angestoßen, deren Auslieferung ebenfalls für 2027 geplant ist.
„Wir haben die Fahrzeugfamilie bereits in der Entwicklung, Erprobung und Vorserie begleitet und setzen diese Zusammenarbeit nun gemeinsam mit Patria fort. Gleichzeitig entwickeln wir mit Patria das technologische Potenzial der Plattform weiter – insbesondere mit Blick auf bemannte und unbemannte Fahrzeugkonzepte”, sagt Michael Masur, CEO Vehicle Mobility Solutions (VMS) der Renk Group.
Das HSWL 076 wurde für leichte Kettenfahrzeuge mit einem Gewicht zwischen 10 und 20 Tonnen entwickelt und wiegt selbst rund 700 Kilogramm. Das Getriebe vereint Lenk-, Brems- und Antriebsfunktionen in einer digital gesteuerten Antriebsstrangarchitektur. Nach Angaben von Renk schafft die Technik damit auch Voraussetzungen für Fernsteuerung, Platooning und künftige autonome Funktionen.
Renk und Patria arbeiten auf Basis des HSWL 076 zudem an Anwendungen für bemannte und unbemannte Fahrzeuge. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory hatten die Unternehmen im Juni 2026 ein Konzept für ein Heavy Unmanned Ground Vehicle vorgestellt, das die TRACKX-Plattform von Patria mit dem Renk-Getriebe und einer Drive-by-Wire-Architektur kombiniert. Die Technik soll sich für bemannte, optional unbemannte sowie speziell für den unbemannten Einsatz konzipierte Kettenfahrzeuge eignen.
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