Mutares will Lapeyre-Kontrollbeteiligung an italienische Industrielle abgeben
Mutares steht vor dem Verkauf einer Kontrollbeteiligung an der französischen Lapeyre Group. Die Beteiligungsgesellschaft hat ein unwiderrufliches Angebot eines Investmentvehikels erhalten, hinter dem eine Gruppe italienischer Unternehmer steht. Dazu zählen Mitglieder der Eigentümerfamilie von Bricofer und Conforama Italia. Mutares will nach der Transaktion als Minderheitsaktionär an Lapeyre beteiligt bleiben und den laufenden Turnaround weiter unterstützen. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen und steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Stellungnahme der Arbeitnehmervertreter. Finanzielle Details der geplanten Transaktion und zur Höhe der zukünftigen Beteiligung an Lapeyre nennt Mutares nicht.
„Indem wir gemeinsam mit unserem Partner investiert bleiben, unterstützen wir den Käufer bei der Transformation und der langfristigen Wertschaffung von Lapeyre, um eine ordnungsgemäße Übergabe des Geschäfts letztlich an den Käufer sicherzustellen. Darüber hinaus markiert die Transaktion einen weiteren Meilenstein in der Strategie von Mutares, den Portfoliofokus auf die Sektoren Chemicals, Energy, Infrastructure, Logistics und Services zu schärfen”, so Johannes Laumann, CIO von Mutares.
Lapeyre gehört seit 2021 zum Portfolio von Mutares und war damals von Saint-Gobain übernommen worden. Das französische Unternehmen produziert und vertreibt unter anderem Fenster, Türen, Treppen sowie Küchen- und Badezimmermöbel. Mit neun Produktionsstandorten und mehr als 115 Shops in Frankreich beschäftigt Lapeyre rund 2.000 Personen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 475 Millionen Euro. Seit der Übernahme hat Mutares nach eigenen Angaben unter anderem in die industrielle Struktur, das Vertriebsnetz und die Unterstützungssysteme investiert.
Mit dem Einstieg der neuen Mehrheitsgesellschafter sollen sich für Lapeyre Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Beschaffung, Logistik und Produktentwicklung ergeben. Mutares verweist dabei auf die Erfahrung und das Netzwerk der hinter dem Käufer stehenden Unternehmer aus den Bereichen Home Improvement, Möbel und Einzelhandel. „Wir sehen in dieser Partnerschaft eine echte industrielle Logik mit der Möglichkeit, die Erfahrung und die Branchenkontakte der Gesellschafter des Käufers in Italien zu nutzen - von der Beschaffung bis zur Produktentwicklung. Wir sind überzeugt, dass der Käufer gut aufgestellt ist, um Lapeyre in der nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen”, so Laumann. Lapeyre soll zugleich als eigenständige Marke mit seiner bisherigen Marktposition in Frankreich erhalten bleiben. In welchem Umfang Mutares nach dem Kontrollwechsel noch an Lapeyre beteiligt sein wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Mutares.

