Deutsche Telekom: KI soll Milliarden sparen und Umsatz treiben
Die Deutsche Telekom setzt sich konkrete finanzielle Ziele für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Im Geschäft mit Unternehmenskunden außerhalb der USA soll der KI-bezogene Umsatz von rund 250 Millionen Euro im Jahr 2026 auf rund 800 Millionen Euro bis 2030 steigen. Wachstumspotenzial sieht der DAX-Konzern unter anderem bei souveräner KI für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie mit der Industrial AI Cloud in München. Auch im Privatkundengeschäft sollen neue Angebote entstehen, etwa mit dem Magenta AI Assistant, der Mobilfunkgespräche live übersetzen, Fragen beantworten und Inhalte zusammenfassen kann.
„KI verändert die Telekom von Grund auf. Sie macht unsere Netze noch besser und intelligenter, unseren Service persönlicher und eröffnet neue Geschäftsmodelle, vom KI-Assistenten im Telefonat bis zur souveränen Infrastruktur für Europas Industrie. Wir stehen erst am Anfang. Was heute in einzelnen Anwendungen funktioniert, wollen wir im ganzen Konzern nutzen. So wollen wir schneller wachsen, effizienter arbeiten und bei der Qualität neue Maßstäbe setzen. Zugleich wollen wir zeigen, dass Europa souveräne KI erfolgreich entwickeln und betreiben kann”, so Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.
Auf der Kostenseite erwartet die Telekom noch größere Effekte. Außerhalb der USA sollen KI und Automatisierung 2027 gegenüber 2023 Bruttoeinsparungen von rund 1,1 Milliarden Euro ermöglichen, vor den Kosten für die KI-Nutzung. Bis 2030 peilt der Konzern Einsparungen bei den indirekten Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro gegenüber 2023 an. KI kommt unter anderem im Kundenservice, Netzbetrieb, in der Softwareentwicklung und bei Verwaltungsprozessen zum Einsatz. Der Chatbot „Frag Magenta“ übernahm allein im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice. Einen Teil zusätzlicher Einsparungen will die Telekom in die digitale Transformation und den Glasfaserausbau in Deutschland investieren.
Neben Umsatz und Kosten stellt die Telekom Qualitätsverbesserungen in den Mittelpunkt ihrer KI-Strategie. Im Mobilfunknetz soll der „RAN Guardian Agent“ bevorstehende Belastungen frühzeitig erkennen; die Bearbeitungszeit entsprechender Ereignisse sei von mehreren Stunden auf rund eine Minute gesunken. Im Kundenservice unterstützt KI Beschäftigte bei der Informationssuche und Dokumentation. Mehr als 100.000 Mitarbeiter wurden nach Angaben des Konzerns bereits im Umgang mit KI geschult. Die Prognose und die mittelfristigen Finanzziele bestätigt die Deutsche Telekom.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Deutsche Telekom.

