Gerresheimer: Erster wichtiger Verkaufs-Schritt
Gerresheimer hat den Verkauf seiner US-Tochter Centor an von Apax Partners beratene Fonds abgeschlossen. Die Transaktion wurde damit rund zwei Monate nach Unterzeichnung der Vereinbarung Ende Juli vollzogen. Centor steht für etwa die Hälfte des kombinierten Unternehmenswerts von rund 1,5 Milliarden Euro, der für Centor und das ebenfalls zum Verkauf stehende Geschäft Primary Packaging Plastics vereinbart wurde.
Den nun zufließenden Erlös will Gerresheimer zum Abbau der Verschuldung verwenden. „Der Mittelzufluss stärkt unsere Finanzposition und unterstützt den weiteren Abbau unserer Verschuldung. Parallel zu den Verkäufen stellen wir Gerresheimer durch die geplante neue Kapitalstruktur langfristig wieder auf eine absolut solide Basis”, so Wolf Lehmann, CFO der Gerresheimer AG.
Noch nicht abgeschlossen ist dagegen der zweite Teil des Verkaufsprogramms. Für das globale Primary-Packaging-Plastics-Geschäft erwartet Gerresheimer den Vollzug im ersten Halbjahr 2027. Parallel arbeitet der Konzern an der Ausgliederung dieses Geschäftsbereichs. Nach Abschluss der Transaktion soll eine umfassende Refinanzierung der Gruppe folgen, die derzeit mit den Kreditgebern vorbereitet wird.
Mit den beiden Verkäufen baut Gerresheimer zugleich sein Portfolio um. „Unser voller Fokus liegt nun auf der Ausgliederung des Primary Packaging Plastics Geschäfts, um auch diese Transaktion schnellstmöglich erfolgreich abzuschließen und den Portfolio-Umbau von Gerresheimer wie vorgesehen umzusetzen. Die neue Gerresheimer wird noch stärker auf hochwertige Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systeme fokussiert sein”, sagt Achim Schalk, Mitglied des Vorstands des Düsseldorfer Konzerns. Die erwarteten Mittelzuflüsse aus Centor und Primary Packaging Plastics sollen die Verschuldung deutlich reduzieren.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.


