Netfonds: Ergebnisprognose 2026 könnte übertroffen werden
Netfonds hat im ersten Halbjahr 2026 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. Der Brutto-Konzernumsatz stieg um 27,8 Prozent auf 156,3 Millionen Euro, die Nettoerlöse erhöhten sich um 36,0 Prozent auf 30,9 Millionen Euro. Noch stärker fiel das Ergebniswachstum aus: Das EBITDA kletterte von 4,8 Millionen Euro auf 10,6 Millionen Euro und die EBITDA-Marge von 21,0 auf 34,5 Prozent. Beim EBIT verbesserte sich Netfonds von 2,6 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro, das EBT stieg von 2,0 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro.
Zum Wachstum trugen nach Angaben des Hamburger Finanzdienstleisters alle Geschäftsbereiche bei, wobei sich der Bereich Investment mit einem Anstieg der Bruttoerlöse um rund 38 Prozent besonders dynamisch entwickelte. Die Assets under Administration erreichten per Ende Juni 35,5 Milliarden Euro nach 29,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Davon entfielen rund 5,7 Milliarden Euro auf Assets under Management. Damit hat Netfonds das für Ende 2026 gesetzte Ziel von mehr als 35 Milliarden Euro bei den Assets under Administration bereits zur Jahresmitte überschritten.
Die Jahresprognose bleibt formal unverändert: Netfonds erwartet 2026 einen Brutto-Konzernumsatz von 310 bis 325 Millionen Euro und Nettoerlöse von 58,5 bis 61,0 Millionen Euro. Beim EBITDA sind 16 bis 18 Millionen Euro, beim EBIT 9 bis 11 Millionen Euro und beim EBT 7 bis 9 Millionen Euro vorgesehen.
Nach dem starken ersten Halbjahr geht der Vorstand allerdings davon aus, die Ergebnisziele voraussichtlich zu übertreffen, sofern die Kapitalmärkte stabil bleiben. Parallel läuft die Übernahme durch Warburg Pincus weiter: Das Closing wird nach den erforderlichen Genehmigungen bis Ende 2026 angestrebt, anschließend ist ein Delisting der Netfonds Aktie aus dem Freiverkehr geplant.
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