SMAG: Ergebnis bricht ein - Aktie deutlich unter IPO-Preis
SMAG hat im ersten Halbjahr 2026 die Gesamtleistung um 20 Prozent auf 20,2 Millionen Euro gesteigert, während der Umsatz von 11,0 Millionen Euro auf 12,6 Millionen Euro zunahm. Beim Ergebnis zeigt sich dagegen ein deutlicher Rückgang: Das bereinigte EBIT sank von 2,7 Millionen Euro auf 0,5 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 16,3 auf 2,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA fiel von 2,8 Millionen Euro auf 0,7 Millionen Euro. SMAG führt die Entwicklung vor allem auf Kosten des Produktionshochlaufs sowie einen veränderten Projekt- und Produktmix zurück.
Unter dem Strich rutschte SMAG in die Verlustzone. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich von plus 2,06 Millionen Euro auf minus 1,12 Millionen Euro, nach Steuern stand ein Verlust von 1,13 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,30 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zugleich verbesserte sich der Free Cashflow von minus 1,5 Millionen Euro auf plus 0,6 Millionen Euro. Dazu trugen nach Angaben des Unternehmens insbesondere höhere Kundenanzahlungen und die Abarbeitung des Auftragsbestands bei.
Ergebnisbelastungen gab es unter anderem durch die Kosten des Börsengangs: IPO-bezogene Effekte beziffert SMAG im Halbjahresbericht mit 0,33 Millionen Euro. Die SMAG Aktie notiert aktuell deutlich unter den 46 Euro, mit denen der Rüstungstitel im Juli an die Börse ging.
Der gesamte Auftragsbestand lag Ende Juni unverändert bei 1,4 Milliarden Euro. Innerhalb dieses Volumens erhöhte sich der Anteil der Festaufträge jedoch deutlich: Er stieg von 140 Millionen Euro Ende 2025 auf 182 Millionen Euro und damit um 30 Prozent. Dazu trug unter anderem ein im Juni abgeschlossener Auftrag eines langjährigen Kunden für Anwendungen an der NATO-Ostflanke mit einem Nettoauftragsvolumen von rund 34 Millionen Euro bei.
„Auftragsbestand schafft eine starke Visibilität”
„Unser hoher Auftragsbestand schafft eine starke Visibilität für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung. Der bereits heute deutlich gestiegene Anteil von Festaufträgen bildet für die kommenden Jahre den zentralen Wachstumsmotor. Um diese Aufträge im Sinne unserer Kunden abarbeiten zu können, investieren wir beschleunigt in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten, die Automatisierung und internationale Marktbearbeitung”, sagt Ulrich Feindt, CEO und CFO der SMAG.
Für 2026 bestätigt SMAG die Prognose einer Gesamtleistung von 55 bis 60 Millionen Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von 19 bis 21 Prozent. Damit muss sich die Profitabilität im zweiten Halbjahr gegenüber den bislang erreichten 2,6 Prozent erheblich verbessern. Voraussetzung sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem planmäßige Zulieferungen und Kundenabnahmen. Für 2027 und die Folgejahre erwartet SMAG im Zuge des Produktionshochlaufs deutlich höhere Ausbringungsmengen.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.


