Rheinmetall Aktie: Ist die Börse zu optimistisch?
Rheinmetall profitiert über das Gemeinschaftsunternehmen mit Leonardo vom nächsten Schritt der italienischen Rüstungsbeschaffung. Das Programm umfasst nach Unternehmensangaben rund 132 Panther-Kampfpanzer und etwa 140 Unterstützungsfahrzeuge mit einem Gesamtvolumen von rund 8 Milliarden Euro. Ein aktuelles italienisches Vergabeverfahren deckt davon 5,1 Milliarden Euro auf Ebene des Joint Ventures ab, wovon mwb research etwa die Hälfte Rheinmetall zurechnet.
Bis zum Jahresende könnte der gesamte Auftragsbestand des Konzerns einschließlich Rahmenverträgen die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten. Entscheidend bleibt für mwb allerdings, wie schnell Rheinmetall diesen Bestand tatsächlich in Umsatz verwandeln kann. Gerade für 2028 hält das Researchhaus die Konsenserwartungen beim Umsatz weiterhin für zu hoch. Ein Grund ist das italienische Fahrzeugprogramm, bei dem Rheinmetall selbst erst ab 2029 mit einer deutlichen Steigerung der Auslieferungen rechnet.
Nach dem kräftigen Kursrückgang sieht mwb die Bewertung inzwischen allerdings auf einem tragfähigeren Niveau und bestätigt das bisherige „Hold“ sowie das Kursziel von 1.050 Euro. Die Rheinmetall Aktie fällt aktuell um 2,60 Prozent auf 998,30 Euro.
Die Prognosen der Analysten für den Rüstungskonzern und bleiben unverändert: Für 2026 bis 2028 werden Umsätze von 13,81 Milliarden Euro, 18,78 Milliarden Euro und 22,63 Milliarden Euro erwartet. Das Ergebnis je Rheinmetall Aktie soll von 33,52 Euro über 46,50 Euro auf 57,11 Euro steigen, die Dividende von 13,41 Euro über 23,25 Euro auf 28,55 Euro. Neben der Abarbeitung des Auftragsbestands dürften der Kapitalmarkttag in Hamburg und anstehende Beschaffungsentscheidungen des Bundestags-Haushaltsausschusses die nächsten wichtigen Themen für die DAX-notierte Rheinmetall Aktie sein.
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