Verbio schafft die Ergebniswende – EBITDA soll 2026/27 weiter steigen
Verbio hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einer deutlichen Ergebniswende abgeschlossen. Der Umsatz stieg von 1,58 auf 1,87 Milliarden Euro, während das EBITDA von 14,2 auf 193,9 Millionen Euro sprang. Neben einer Erholung des THG-Quotenmarktes und besseren Marktspreads im Bioethanolgeschäft trugen höhere Produktionsmengen sowie eine bessere Auslastung der nordamerikanischen Anlagen dazu bei. Das EBIT verbesserte sich von minus 118,2 auf plus 128,2 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte Verbio einen Gewinn von 63,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 137,9 Millionen Euro im Vorjahr; das Ergebnis je Aktie drehte von minus 2,17 auf plus 1,00 Euro.
Auch beim Cashflow fällt die Bilanz deutlich besser aus. Der operative Cashflow erhöhte sich von 13,9 auf 164,6 Millionen Euro, während die Investitionen von 133,0 auf 86,6 Millionen Euro zurückgingen. Damit erreichte der Free Cashflow 78,0 Millionen Euro nach minus 119,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung sank innerhalb eines Jahres von 164,0 auf 91,5 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,20 Euro je Verbio Aktie vorschlagen.
„Die Ausgangslage von Verbio ist heute deutlich besser als vor zwölf Monaten. Wir haben unsere Verschuldung reduziert, die Effizienz unserer Anlagen verbessert und von den veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen profitiert. Unser Anspruch bleibt, in unseren Märkten zu den Besten zu gehören. Deshalb werden wir auch weiterhin mit hoher Disziplin arbeiten und unsere Wettbewerbsfähigkeit konsequent weiter stärken”, sagt Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender von Verbio.
Für zusätzlichen Schwung sorgte das Schlussquartal: Der Umsatz stieg auf 531,9 Millionen Euro nach 433,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal, das EBITDA auf 88,2 Millionen Euro nach minus 8,2 Millionen Euro. Im Biodieselgeschäft erreichte das Quartals-EBITDA 32,8 Millionen Euro nach 20,8 Millionen Euro, im Segment Bioethanol/Biomethan verbesserte es sich besonders deutlich von minus 26,3 auf plus 55,0 Millionen Euro. Neben der operativen Verbesserung wirkten allerdings auch die Rücknahme früherer Wertminderungen auf THG-Quotenbestände und höhere Beiträge aus Warentermingeschäften positiv.
Im Geschäftsjahr 2026/2027 soll sich die Ergebnisverbesserung fortsetzen. Verbio prognostiziert ein EBITDA zwischen 210 und 250 Millionen Euro und damit mehr als die 193,9 Millionen Euro des abgelaufenen Jahres. Treiber sollen vor allem höhere Produktionsmengen in Nordamerika, eine steigende Biomethanproduktion und zusätzliche Beiträge aus dem THG-Quotengeschäft sein. Zugleich erwartet das Unternehmen bei niedrigeren Investitionen einen weiteren deutlichen Rückgang der Nettofinanzverschuldung.
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