SBF steigert Gewinn – doch die Prognose fällt schmaler aus
SBF hat im ersten Halbjahr 2026 trotz rückläufiger Erlöse deutlich mehr verdient. Der Konzernumsatz sank aufgrund verzögerter Projektabrufe um 9,6 Prozent von 21,9 auf 19,8 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg das EBITDA von 0,5 auf 1,6 Millionen Euro, womit sich die EBITDA-Marge von rund 2 auf rund 8 Prozent verbesserte. Unter dem Strich erzielte SBF einen Gewinn von 0,6 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen unter anderem Kosteneffekte aus der Produktionsverlagerung nach Budweis, eine niedrigere Materialaufwandsquote und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen bei.
„Während die Investitionsbereitschaft der deutschen Industrie und der Kommunen verhalten blieb, hat die Modernisierung und Erhaltung der Schieneninfrastruktur in Deutschland und Europa spürbar an Tempo gewonnen. Wir haben unsere Kapazitäten dort bereitgestellt, wo die Nachfrage anzieht, und zugleich konsequent an Kosten und Effizienz gearbeitet”, sagt Robert Stöcklinger, Vorstand der SBF AG. Man konzentriere sich „auf nachhaltig profitables Wachstum mit einer wieder deutlich höheren EBITDA-Marge”.
In den einzelnen Geschäftsbereichen blieb die Umsatzentwicklung unterschiedlich. Im Segment Schienenfahrzeuge gingen die Erlöse von 11,0 auf 10,0 Millionen Euro zurück, bei Sensortechnologie und Elektromechanik von 7,0 auf 5,4 Millionen Euro. Die öffentliche und industrielle Beleuchtung legte dagegen von 4,3 auf 4,5 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand belief sich Ende Juli auf 98,5 Millionen Euro nach 103,2 Millionen Euro Ende März und reicht nach Angaben des Unternehmens über das laufende Geschäftsjahr hinaus.
Für 2026 engt SBF die Prognose wegen der verzögerten Projektabrufe deutlich ein. Erwartet werden nun 38 bis 41 Millionen Euro Umsatz statt bisher 38 bis 45 Millionen Euro. Beim EBITDA liegt die neue Spanne bei 1,8 bis 2,4 Millionen Euro nach zuvor 1,8 bis 4,4 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr rechnet der Vorstand zwar mit einem Umsatz etwa auf dem Niveau der ersten sechs Monate, beim EBITDA aber lediglich mit 0,2 bis 0,8 Millionen Euro.
Neben den Projektverzögerungen belastet im zweiten Halbjahr ein Rechtsstreit bei der tschechischen Tochter HELLUX ELEKTRA. Das Berufungsverfahren wurde nach dem Bilanzstichtag zulasten der Gesellschaft entschieden und ist seit August rechtskräftig. Zusammen mit den weiterhin verzögerten Abrufen soll dies dazu führen, dass der Ergebnisbeitrag der zweiten Jahreshälfte deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres bleibt.
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