Hugo Boss: Neue Chance nach dem Abstieg?
Seit heute gehört Hugo Boss nicht mehr dem MDAX an, die Papiere sind in den SDAX heruntergegangen. Dies ist nicht die einzige Veränderung rund um den Modekonzern. Stephan Sturm zieht sich als Aufsichtsratschef zurück und verlässt das Gremium.
Sein Nachfolger wird Michael Murray. Dieser ist zugleich der CEO des Großaktionärs Frasers Group. Murray gehört dem Aufsichtsrat seit Mitte 2025 an. Nachfolger von Sturm als Aufsichtsratsmitglied soll Robert Palmer werden. Er muss gerichtlich bestellt werden. Auch Palmer arbeitet für die Frasers Group.
Frasers hält inzwischen direkt und indirekt mittels Put-Optionen rund 78 Prozent an Hugo Boss. Die Gruppe hatte Aktionären 38 Euro je Aktie angeboten. Dieses Angebot ist am 13. August ausgelaufen. Vorstand und Aufsichtsrat hatten den Anteilseignern empfohlen, die Offerte abzulehnen. Jetzt kann Frasers, da man eine Offerte getätigt hat, weiter zukaufen, ohne ein neues Übernahmeangebot vorlegen zu müssen.
Die Analysten der DZ Bank sprechen weiter eine Halteempfehlung für die Aktien von Hugo Boss aus. Das Kursziel steht unverändert bei 40,00 Euro und damit oberhalb des Preises, den Frasers geboten hatte.
Da Hugo Boss den MDAX verlässt, dürften einige Fonds ihre Positionen auflösen müssen. Hier könnte Frasers weitere Aktien erwerben.
Erwartet wird von den Analysten, obwohl dies derzeit weniger von Belang ist, für 2026 ein Gewinn je Aktie von 2,65 Euro. 2027 sollen es 3,00 Euro sein.
Die Aktien von Hugo Boss notieren auf gettex unverändert bei 37,88 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 9 Prozent eingebüßt.
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