Enapter: Hohe Belastungen für das Ergebnis
Enapter hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 gemäß vorläufiger Zahlen von 5,6 Millionen Euro auf rund 10,8 Millionen Euro nahezu verdoppelt und den EBITDA-Verlust von 8,1 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro reduziert. Das EBIT fiel dagegen von minus 11,1 Millionen Euro auf minus 28,5 Millionen Euro. Hauptgrund ist eine Abschreibung von 19,8 Millionen Euro auf den Enapter Campus in Saerbeck. Ohne diesen Effekt hätte der operative Verlust bei 8,7 Millionen Euro gelegen.
Zusätzlich droht im zweiten Halbjahr eine weitere hohe Ergebnisbelastung: Enapter schreibt rund 17 Millionen Euro auf eine Forderung gegen den bisherigen exklusiven US-Vertriebspartner Clean H2 ab, nachdem fällige Partnerschafts- und Lizenzgebühren nicht gezahlt wurden. Der Vertrag wurde außerordentlich gekündigt, ein neuer Vertriebspartner soll gefunden werden. Die Forderung bleibt nach Angaben von Enapter rechtlich bestehen und wird weiter geltend gemacht.
Eine Prognose für 2026 gibt es derzeit nicht; die bisherige Prognose hatte Enapter bereits am 5. August aufgehoben. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 will man am 30. September 2026 veröffentlichen.
