Adidas: Aktie wirkt klar unterbewertet
In der kommenden Woche wird Adidas in Herzogenaurach auf einem Innovationstag Produktneuheiten vorstellen. Neue mittelfristige Ziele werden hingegen vermutlich nicht publiziert werden. Adidas erwartet in den kommenden Jahren jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT soll klar zulegen, ein jährliches Plus von rund 15 Prozent könnte möglich sein.
Am 29. Oktober kommen die Zahlen zum dritten Quartal von Adidas. Die Analysten der DZ Bank erwarten ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 7,5 Prozent. Das EBIT soll leicht auf 712 Millionen Euro sinken. Dann könnte es zugleich eine neue, höhere EBIT-Prognose geben. Dabei spielen Zollrückerstattungen aus den USA eine Rolle. Die Analysten sehen das EBIT im laufenden Jahr bei 2,49 Milliarden Euro, der Konsens wird mit 2,42 Milliarden Euro angegeben.
Das KGV 2027e von Adidas steht bei 12,3. Damit ist die Aktie gegenüber Mitbewerbern teils klar unterbewertet. Puma kommt auf ein KGVe von 46,6, bei Nike sind es 15,9, Unter Armour steht bei 25,8. Viele positive Aspekte rund um Adidas, von der gestiegenen Glaubwürdigkeit über die Innovationskraft bei Laufschuhen bis hin zur hohen Vertriebsqualität, werden am Markt bisher nicht ausreichend berücksichtigt.
Unverändert sprechen die Analysten eine Kaufempfehlung für die Aktien von Adidas aus. Das Kursziel wird von 215,00 Euro auf 205,00 Euro zurückgenommen. Begründet wird dies mit einem höheren risikofreien Zins.
Die Aktien von Adidas verlieren 0,7 Prozent auf 141,40 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten gibt die Aktie 21 Prozent nach.
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