Airbus und die China-Problematik
Bisher rechnete Airbus damit, dass China in den kommenden 20 Jahren 9.570 Flugzeuge benötigt. Inzwischen geht man nur noch von 8.830 Maschinen aus. Die Hochgeschwindigkeitszüge im Land werden zur immer stärkeren Konkurrenz auf Kurzstrecken. Dies entspricht rund 10 Prozent des innerchinesischen Flugverkehrs, der so kompensiert wird.
Für die Gesamtplanung von Airbus ist die Veränderung eher unbedeutend. Allerdings halten einige Beobachter auch die neue Annahme noch für zu optimistisch. Man muss jedoch berücksichtigen, dass die Auftragsbücher von Airbus für die kommenden neun Jahre voll sind. Insgesamt rechnet Airbus bis 2045 mit mehr als 42.000 neuen Flugzeugen am Markt.
In einigen Jahren könnte Airbus mit Comac ein Wettbewerber aus China erwachsen. Der Weg bis dahin ist aber noch lang. Mitte der 2030er Jahre könnte der chinesische Flugzeugbauer für Airbus zum Risiko werden.
Im Bereich Weltraum wird Airbus mit Thales und Leonardo enger zusammenarbeiten. Für die Analysten von mwb research ist dies ein positiver Schritt. Das kann für eine steigende Profitabilität sorgen.
Kurzfristig schauen Investoren aber eher auf die Auslieferungsdaten bei Airbus. Das vierte Quartal dürfte stark ausfallen, das dritte Quartal beinhaltet die Sommerpause.
Wie bisher gibt es von den Analysten eine Kaufempfehlung für die Aktien von Airbus. Das Kursziel von 227,00 Euro wird ebenfalls nicht verändert.
Für 2026 rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 6,96 Euro. 2027 sollen es 8,45 Euro sein.
Die Aktien von Airbus geben 2,8 Prozent auf 195,08 Euro nach. In den vergangenen sechs Monaten kommt das Papier auf ein Plus von 11 Prozent.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.


